Die Interventionsstelle im Kreis Aachen

Die Interventionsstelle im Kreis Aachen ist ein Angebot der Fachstelle gegen häusliche Gewalt, getragen vom Diakonischen Werk im Kirchenkreis Aachen e.V..

Die Interventionsstelle im Kreis Aachen ist Tag und Nacht erreichbar 02404/91000.

Unser Angebot

  • Nach einem Einsatz bei häuslicher Gewalt im Kreis Aachen informiert uns die Polizei, mit Einwilligung des Opfers, über die Gewalttat. Wir nehmen zeitnah - auch am Wochenende - Kontakt zu der betroffenen Frau auf.
  • Wir warten nicht, bis das Opfer selbst um Hilfe bittet. Wir gehen aktiv auf die Betroffene zu. Dies nennt man Pro-aktiven Ansatz. So werden auch Frauen erreicht, die sich nicht aus eigener Kraft an uns wenden können.
  • Unverbindlich, telefonisch, persönlich, wohnortnah und zeitnah bieten wir unsere Beratung an.
  • Unsere Beratung ist kostenfrei

Wenn Unterstützung gewünscht ist, gehört es zu den Aufgaben der Interventionsstelle, in der Beratung mit der betroffenen Frau die Situation zu analysieren, erste Maßnahmen vorzuschlagen und bei der Umsetzung zu helfen.

Die betroffene Frau erhält
  • psychosoziale Begleitung
  • rechtliche Unterstützung
  • Hilfe bei der Sicherung ihrer finanziellen Lebensgrundlage

Koordinierung

Die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ist ein zentraler Grundsatz der Unterstützungsarbeit für die betroffenen Frauen und deren Kinder.

Die Koordinierung dieser Hilfen obliegt der Interventionsstelle. Die Koordinierung der Hilfen und Kooperation mit anderen Institutionen ist wichtig, um

  • Gewalt zu beenden
  • betroffenen Frauen und deren Kindern bestmögliche Unterstützung zukommen zu lassen
  • Multiproblematiken zu bewältigen
  • langfristige Unterstützung gewährleisten zu können
  • Schwierigkeiten in der Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes zu erkennen und Verbesserungen anzustreben

Nachbetreuung (Follow-Up)

Drei bis sechs Monate nach Beendigung der Hilfe wird die Klientin nochmals kontaktiert und ihr neuerlich Unterstützung angeboten, falls sie nicht ohnehin noch in Kontakt mit der Interventionsstelle steht oder sie im Frauenhaus lebt.

Dieser so genannte „Follow-up“ ist wichtig und sinnvoll, weil es manchen Frauen so leichter fällt, im Falle eines Problems das Hilfsangebot der Interventionsstelle erneut in Anspruch zu nehmen.

Darüber hinaus ist der "Follow-Up" auch für viele Täter wichtig, die sich wieder im familiären Umfeld aufhalten. Sie merken so, dass die Öffentlichkeit sich weiter für die Familie interessiert und sie nicht unbemerkt Gewalt ausüben können.

Ziele und Perspektiven

Die Interventionsstelle engagiert sich für den Opferschutz. Unsere Ziele lauten:

• Verbesserung der Schutzmaßnahmen für Frauen und deren Kinder

• Minimierung der häuslichen Gewalt

• Koordinierte und gezielte Intervention

• Steigerung der Effizienz von Anti-Gewalt-Arbeit

Die Mitarbeiterinnen stehen in einem regelmäßigen Austausch mit der Opferschutzbeauftragten der Polizei, um die Angebote für die Betroffenen optimal zu gestalten.

Perspektivisch ist angedacht: Aufbau von Täterarbeit, denn es liegt auf der Hand, dass zur Beendigung der Gewalt nicht nur mit den Opfern, sondern auch mit den Tätern gearbeitet werden muss.