Schuldner- und Insolvenzberatung

Häufig gestellte Fragen zur Schuldnerberatung

 

Ein Gläubiger hat mir die Pfändung von Arbeitseinkommen, Arbeitslosengeld, Rente usw. angedroht. Kann man mir mein ganzes Geld wegnehmen?

Nein! Der Gesetzgeber hat in der Zivilprozessordnung geregelt, dass Ihnen der zum Leben notwendige Teil der Einkünfte verbleibt. Die Höhe des unpfändbaren Einkommens ist abhängig von der Anzahl Ihrer Unterhaltsberechtigten und der Höhe des Einkommens.

Ein Gläubiger hat mein Konto gepfändet, und die Bank zahlt mir kein Geld mehr aus. Was kann ich tun?

Ihr Konto kann jetzt durch ein P-Konto geschützt werden. Dieses können Sie direkt bei ihrer Bank beantragen und haben dann einen Freibetrag von über 1000 €. Für bestimmte zusätzliche Freibeträge z.B. aufgrund von Unterhaltsverpflichtungen für Ehepartner und Kinder können Sie sich für eine Bescheinigung an die Schuldnerberatungsstellen wenden. Bitte bringen Sie dazu Nachweise über die Unterhaltsverpflichtung (z.B: ALG II-Bescheid oder Familienstammbuch und gemeinsame Meldebescheinigung), Kindergeldnachweis und Unterhaltsleistung (z.B. Kontoauszüge) mit.

Der Gerichtvollzieher hat seinen Besuch angekündigt. Muss ich ihn hereinlassen? Nimmt man mir Fernseher/Möbel/usw. weg?

Beim ersten Besuch können Sie ihn auf einen Termin verweisen und ihm den Zutritt zur Wohnung verweigern. Stand der Gerichtvollzieher zweimal erfolglos vor der Tür, hat er das Recht, sich über Zwangsmaßnahmen Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. Gebrauchsübliches Wohnungsinventar sowie kulturelle Grundgüter wie z. B. auch ein übliches TV-Gerät dürfen nicht gepfändet werden. Auch dürfen keine Dinge ersatzlos gepfändet werden, die zwingend zur Berufsausübung erforderlich sind.

Mir wurde die Abnahme der eidesstattlichen Versicherung und Verhaftung angedroht – muss ich wegen meiner Schulden ins Gefängnis?

Nur bei Verweigerung der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung sowie Zahlungsverweigerung bei Geldbußen kann Erzwingungshaft, bei Geldstrafen ersatzweise Haft angeordnet werden. Bei Gerichtskassen oder Staatsanwaltschaften kann man zumeist problemlos über Ratenzahlungen sprechen. Geldstrafen können auch durch eine gemeinnützige Tätigkeit abgegolten werden. Dies ist zuvor mit der zuständigen Staatsanwaltschaft zu vereinbaren. Die Geldstrafe muss dann nicht mehr bezahlt werden!

(Quelle: Diakonisches Werk Wesel)

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