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50 Jahre ökumenische Arbeit von GMÖ/RIO

Das Jubiläum wurde mit einem Festgottesdienst in Bonn gefeiert - Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung als "Mammutprogramm"

1972 wurde der Gemeindedienst für Mission und Ökumene (GMÖ) gegründet, der 2021 in die Nachfolgeorganisation RIO (Rheinischer Dienst für Internationale Oekumene) überging. Das 50-jährige Bestehen wurde nun mit Dank, Rückblick und Ausblick, mit Gottesdienst, Ansprachen und schönem Empfang in Bonn gefeiert.

Auch der Kirchenkreis Aachen engagiert sich im Dienst für Internationale Ökumene und gratuliert der Organisation zum 50. Geburtstag.

Mit einem Gottesdienst und einem öko-fairen Empfang feierte GMÖ/RIO „50 Jahre gemeinsam im Dienst der Ökumene“ in der Bonner Trinitatiskirche, um Weggefährt*innen zu danken. Viele waren gekommen, frühere Mitarbeitende, Mitglieder der Kuratorien, Kolleg*Innen aus der Zivilgesellschaft und aus der westfälischen Kirche. 

„Komme was wolle: Wir brauchen Euch. Wir setzen auf Euch“, stellte die Leiterin der Abteilung Theologie und Ökumene im Landeskirchenamt, Oberkirchenrätin Barbara Rudolph in ihrem Dank heraus. Die Aufgaben seien nicht Hobby, sondern entsprechen unserer tiefsten Glaubensüberzeugung, gehören zur Nachfolge Jesu, betonte Superintendentin Almut van Niekerk, die mit dem Evangelischen Kirchenkreis An Sieg und Rhein einen der sechs geschäftsführenden GMÖ/RIO-Kirchenkreise leitet. 

Ein Mammutprogramm

Das als „Gemeindedienst für Weltmission“ gestartete Arbeitsgebiet, später als „Gemeindedienst für Mission und Ökumene“ (GMÖ) fortgeführt, steht ganz wesentlich für die Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Die Gemeindedienste waren in Fragen von Armut engagiert, in der Antirassismusarbeit, im Kampf gegen die Apartheid in Südafrika und Namibia. Später kamen Themen wie die kirchliche Solidarität mit Frauen und die Wirtschaftsethik hinzu. Hierbei wurde starkt mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen zusammengearbeitet. GMÖ/RIO absolviert ein „Mammutprogramm“. Es ist eine Aufgabe, die weiterhin ein „unverzichtbarer, unübersehbarer Rio Grande“ sein sollte. Und es ist ein Arbeitsfeld, das in 50 Jahren einen „riesengroßen Reichtum“ geschaffen hat. So beschrieb Landeskirchenrätin i.R. Christine Busch den GMÖ/RIO. 

Solidarität in Wort und Tat

In geistlichen Ansprachen im Jubiläums-Gottesdienst beklagte Pfarrerin Ursula Thomé den zutiefst beunruhigenden Krieg Russlands gegen die Ukraine. Sorgen und Hoffnungen, die im Gottesdienst auch in Gebeten und Fürbitten Widerhall fanden, brachte die Band „Karibu-Sounds of Marimbas“ aus Oberhausen zum Klingen. Gleich von Beginn an: Hevenu Shalom Alechem!  Die niederrheinische Pfarrerin Mika Purba erinnerte an die biblischen Gleichnisse vom Senfkorn und vom Sauerteig für das Himmelreich. Mika Purba sprach vom Senfkorn, das zwar sehr klein ist, sich aber festsetzt. Und vom Sauerteig, einem kleinen Teil einer Mischung, der „verwandelt, womit er in Kontakt kommt“. Ein Brief von Konfirmand*innen vom Niederrhein, die nach Konfirmandenunterricht zum Menschenrecht auf sauberes Wasser eine starke Unterstützung unserer Kirche für die wichtige Arbeit von „Brot für die Welt“ erbitten, überreichte Ariane Stedtfeld der Kirchenleitung. 
Eine Unterschriftensammlung „Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein“ und die Investition guten Geldes für Mikrokredite, nachhaltige Landwirtschaft und erneuerbare Energien bei „Oikocredit“ wurden als praktische Möglichkeiten vorgestellt, aus dem Glauben heraus auch zu handeln. Jürgen Kaiser von der Erlassjahr-Kampagne warb für Unterstützung dieser zur deutschen G-7-Präsidentschaft 2022. 

Kollekte für Flüchtlingshilfe „Vivre l’Espoir“ in Marokko 

Die Kollekte des Jubiläumsgottesdienstes ging an die Flüchtlingshilfe „Vivre l’Espoir“ der evangelischen Kirche in Marokko und des Kirchenkreises Jülich. Jugendliche und viele unbegleitete Kinder erfahren dort nach ihrer gefährlichen Flucht durch die Sahara Nothilfe, Schutz und Hoffnung.

Webseite: https://rio.ekir.de 

 

 

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