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"Auszeit von der Strahlung": Hilfe für Kinder aus Fukushima

Informations- und Gedenkveranstaltung am Sonntag, 10. März, zwei Jahre nach dem Reaktorunglück - Vortrag und persönlicher Reisebericht zur aktuellen Lage - Spendensammlung für Kinder-Hilfsprojekt

Vor zwei Jahren kam es in Japan zu einem Unglück katastrophalen Ausmaßes, als ein Erdbeben und der daraus resultierende Tsunami das Kernkraftwerk in der Stadt Fukushima zerstörten. Bei der Kernschmelze und den Explosionen in Fukushima Daiichi wurden große Mengen radioaktiven Materials freigesetzt. Um an den Unglückstag am 11. März 2011 zu erinnern, über die Auswirkungen und die aktuelle Situation zu informieren und gleichzeitig Spenden für ein Hilfsprojekt für Kinder aus Fukushima zu sammeln, laden die Evangelische Stadtakademie Aachen, der Evangelische Kirchenkreis Aachen und ein Freundeskreis japanischer und deutsch-japanischer Familien aus der Region Aachen für Sonntag, 10. März 2013, von 14 bis 17 Uhr, in das Haus der Evangelischen Kirche, Frère-Roger-Straße 8-10, in Aachen zum Informations- und Gedenktag "Hilfe für Kinder aus Fukushima - Zwei Jahre leben mit der Katastrophe" ein.

Vortrag und Reisebericht aus Fukushima: Atommüll lagert in Vorgärten

In einem Expertenvortrag wird Dr. Shingo Andreas Yoshida, ehemaliger Redakteur der japanischen Redaktion der Deutschen Welle und Publizist, über "Die politische und öffentliche Diskussion in Japan zur Atomkraft nach dem Reaktorunfall von Fukushima bis heute" referieren. Einen persönlichen Reisebericht aus Fukushima bietet das Aachener Ehepaar Harald Thyssen und Nobuko Haga-Thyssen. Nobuko Haga-Thyssen stammt aus Fukushima, im vergangenen Herbst besuchte sie mit ihrem Ehemann und ihrer kleinen Tochter die Familie in der Region. Beide werden auf Deutsch und auf Japanisch davon berichten wie die Einwohner von Fukushima heute mit den Auswirkungen des Unglücks leben. Eindrücklich können sie unter anderem schildern, wie die "Dekontamination" der Region zum Beispiel darin besteht, verstrahlten Boden oberflächlich in Gärten abzutragen und die Erdhaufen dann nur mit einer Plastikplane bedeckt neben den Wohnhäusern liegenzulassen.

Die musikalische Gestaltung des Nachmittags übernehmen japanische Musikerinnen aus Aachen. Das Ende der Veranstaltung markiert das politische Kabarett des Aachener Ensembles <link http: muita-merda.de external link in new>"Muita Merda".

Neben Kaffee und Kuchen bietet der Deutsch-Japanische Freundeskreis aus der Region Aachen auch japanischen Tee und Onigiri (japanische Reishäppchen) an. Die Veranstaltung ist dank professioneller Kinderbetreuung vor Ort auch für Familien bestens geeignet.

"Poka-Poka"-Projekt für die Kinder in Fukushima

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei - um Spenden wird gebeten. Der Erlös kommt dem "Poka-Poka"-Projekt von "Friends of the Earth Japan" und drei lokalen Initiativen zu Gute, das vorübergehende Aufenthalte von Kindern und ihren Eltern in einer Region mit geringerer Strahlenbelastung möglich macht. Die Kinder aus dem Bezirk Watari, der zu den am stärksten belasteten Gebieten in Fukushima zählt, werden in ihrer "Auszeit von der Strahlung" ins Thermalbad "Tsuchiyu" gebracht, wo die Kinder nach langer Zeit einmal wieder unbeschwert im Freien spielen können. Denn dort beträgt die Strahlung nur ein Zehntel bis Zwanzigstel der Strahlung in Watari. Kinder sind von der radioaktiven Strahlung besonders betroffen.

  • <link file:506 file>Flyer zum Informations- und Gedenktag
  • <link http: www.foejapan.org en news flyer_de.pdf external link in new>Infoblatt der Organisation FoE Japan zum "Poka-Poka"-Projekt
  • <link http: www.zdf.de zdfmediathek beitrag video zdf-heute-journal-vom-26-februar-2013 external link in new>Dieser Beitrag aus dem ZDF-"heute journal" vom 26. Februar 2013 macht die aktuelle Lage in der Stadt Fukushima und auch im besonders betroffenen Watari-Bezirk besonders anschaulich

 

Ihre Spende für das POKA-POKA-Projekt für die Kinder in Fukushima können Sie auch überweisen!

Die Kontodaten:

 

Kontonummer: 216, Sparkasse Aachen, BLZ: 390 500 00

Verwendungszweck: Fukushima

 

Alle eingehenden Spenden mit diesem Verwendungszweck sowie alle bei der Veranstaltung eingegangenen Bar-Spenden werden von der Finanzabteilung des Kirchenkreises gesammelt an das POKA-POKA-Projekt in Japan überwiesen, damit nur einmal die Auslands-Überweisungsgebühren anfallen!

Wir bitten Sie um Verständnis dafür, dass die ESA bzw. der Ev. Kirchenkreis Aachen für Spenden zu diesem ausländischen Projekt keine Spendenquittungen ausstellen kann.

 

Ansprechpartner:innen

Heike Keßler-Wiertz

Vorständin

Geschäftsstelle
Reichsweg 30
52068 Aachen

0241 / 56 52 82 91

Pfarrer Erik Schumacher

Sprecher des Vorstandes

0241 / 56 52 82 90