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Autorenlesung mit Sabine Bode: "Die vergessene Generation": Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen

Die im Dezember ausgefallene Autorenlesung im Lukas-Gemeindezentrum wird jetzt nachgeholt - Montag, 29. Februar, 19.30 Uhr

Mit dem Ende des Krieges begann für die deutsche Bevölkerung eine Phase des Aufbaus, des Wachstums – aber auch des Verdrängens.

Gefangenschaft, Bombennächte, Kriegsbeteiligung, Flucht und Vertreibung hinterlassen Spuren, die bis in die zweite, dritte Generation prägend sind. Die unverarbeiteten Erlebnisse der Kriegskinder wurden eingeschlossen für sie und die nachfolgende Generationen. Erst mit der Wiedervereinigung als politischem Kriegsende wird das eiserne Schweigen gebrochen, Schmerz und Schuld zum Thema gemacht. Erst nachdem der Ruhestand erreicht und die eigenen Kinder längst aus dem Haus sind, ist es  möglich zurückzuschauen und zu begreifen, wie viel im eigenen Leben auf die Kriegserlebnisse zurückzuführen ist. Gleichzeitig beginnen Kinder und Enkel zu fragen und versuchen zu verstehen, wollen das Leiden der Kriegskinder wahr- und ernst nehmen. Zugleich beginnen sie zu verstehen, welche Auswirkungen die Kriegserlebnisse der Eltern  auf sie selbst noch hatten.

Sabine Bode, Kölner Journalistin, beschäftigt sich seit Mitte der 90er Jahre mit der Problematik der Kriegskinder, sammelte Berichte und Stimmen – half den Erinnerungen einen Raum zu geben, ein hilfreicher, heilsamer notwendiger Prozess.

Im Anschluss an die Autorenlesung besteht die Möglichkeit zur Aussprache mit der Autorin.

Termin und Ort: Montag, 29. Februar, 19.30 Uhr, im Ev. Lukas-Gemeindezentrum Kohlscheid, Lutherstraße 10

Der Eintritt ist kostenlos.

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