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Der belgische Atomausstieg: Kommt jetzt die Kehrtwende?

Freitag 3. März 19 Uhr

Nach Abschaltung Tihange neue Laufzeitverlängerung der anderen alten AKWs in Belgien?

Der belgische Atomausstieg: Kommt jetzt die Kehrtwende?

03.03.2023 19:00 - 20:30

Veranstalter: Evangelisches Erwachsenenbildungswerk

Ansprechpartner/-in: simone.graff@ekir.de

0241 / 453-162

Ort: Haus der Evangelischen Kirche

Anfang Februar konnte unsere Region aufatmen, weil in Tihange der zweite der belgischen Rissereaktoren endgültig abgeschaltet wurde. Aber am Sa, 4.2.23 stand eine Besorgnis erregende kurze Notiz in AN/AZ:
„Die belgische Regierung lässt prüfen, ob die drei ältesten Atomreaktoren des Landes zwei weitere Jahre bis 2027 betrieben werden können. Die Analyse soll bis Ende März durchgeführt werden.“
Warum denn das nun wieder? Um zu verstehen, was dahintersteckt, und um einzuschätzen, was man dagegen tun kann, haben wir kurzfristig diese Info- Veranstaltung für den 3.3.23 organisiert.
Denn es besteht akuter Handlungsbedarf, damit wir uns als betroffene Menschen in der Hauptwindrichtung des besonders problematischen Reaktors Tihange 1 noch bemerkbar machen können.

Zum Hintergrund:
Die Uralt-Reaktoren (Tihange 1 und Doel 1 & 2) hatten 2015 eine Verlängerung der Laufzeit auf 50 Jahre erhalten. Dies stellte sich laut EuGH- Urteil allerdings als unzulässig heraus, weil keine länderübergreifende Umweltverträglichkeitsprüfung (i-UVP) vorgenommen wurde. Für die Reaktorenin Doel läuft immer noch die Prüfung der rund 10.000 Einsprüche bei der nachgeholten i-UVP. Für Tihange wurde eine solche bis heute nicht durchgeführt!

Und trotzdem erwägt man in Brüssel bereits eine Laufzeitverlängerung?! „Sorgen über die Sicherheit der Energieversorgung“ sollen der Grund hierfür sein. Mit dem gleichen „Black-out Argument“ wurdeschon von der alten Regierung die Panik erzeugt, um die Rissereaktoren wieder ans Netz bringen zu können. Unser erster Referent, Robert Borsch-Laaks, Initiative 3 Rosen, wird als Strombilanz kundiger Physiker aufgrund seiner Analyse der realen Versorgung seit 2015 zeigen: Wie kann verhindert werden, dass in Belgien die Lichter ausgehen?
Die Laufzeitverlängerung für die „jüngsten“ Reaktoren (Tihange 3 & Doel 4) bis 2035 ist politisch beschlossen und das Verfahren mit dem Stromkonzern Engie seit 9.1.2023 ausgehandelt. Aber das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen. Denn allen Beteiligten ist klar, dass für die sicherheitstechnische Nachrüstung dieser auch bald 40 Jahre alten Meiler eine i-UVP gemacht werden muss.
Wir haben als 2. Referenten Claus Mayr, Nabu AC, eingeladen, der aus seiner langjährigen Erfahrung in Brüssel als ehem. Direktor Europapolitik des NABU-Bundesverbandes darlegen kann, wie die rechtlichen Randbedingungen aussehen. Er wird den juristischen Einfluss benennen, den Bürgerbewegungen haben, um bei solchen Prozessen aktiv zu werden.
Deshalb hoffen wir auf rege Teilnahme, um unseren Stand der Recherche mitzuteilen und der Diskussion über sinnvolle Mitmach-Aktionen Raum zu bieten.

Freitag, 03.03.2023, 19.00 - 20.30 Uhr

Haus der Evangelischen Kirche Aachen
Frére Rogerstr. 8 -10, Aachen (City)

LIVE im großen Saal

und ONLINE über Zoom. Den Link erhalten Sie nach Anmeldung kurz vor der Veranstaltung.

Referenten:
Robert Borsch-Laaks, Vorstand Initiative 3 Rosen e.V.
Claus Mayr, Vorsitzender NABU Aachen

Anmeldung: hier

Eine Veranstaltung der Initiative 3 Rosen e.V. in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Erwachsenensbildungswerk Aachen (eeb Aachen)
 

Kontakt

Heike Keßler-Wiertz

Vorständin

Geschäftsstelle
Reichsweg 30
52068 Aachen

0241 / 56 52 82 90

Andreas Schäffer

Ehrenamtlicher Vorstand

Geschäftsstelle
Reichsweg 30
52068 Aachen

0241 / 56 52 82 90