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Der Herbst wird bunt

Das Kulturprogramm in der Aachener Genezareth-Kirche bietet viel für Augen und Ohren - Am Freitag, 26. August, spielt die Blues Delivery Band ab 19 Uhr

An diesem Ort wird gebetet. Klar, die evangelische Genezareth-Kirche an der Vaalser Straße wurde vor vier Jahren natürlich auch dafür gebaut. „Aber, auch wenn wir das Kreuz nicht verstecken, ist der Kirchraum doch eigentlich neutral“, erläuterte Pfarrer Mario Meyer. „Der Raum wurde so gestaltet, dass alles verstellbar ist: Stühle, Taufbecken, Altar.“ Gute Bedingungen ebenso für andere Dinge, dachte sich die Gemeinde und stellt seit 2019 regelmäßig ein Kulturprogramm auf die Beine. Mittlerweile gibt es zwölf Veranstaltungen im Jahr.

Federführend verantwortlich sind dafür Meyer und Ulrike Overs. Entscheidend für das Programm ist aber das Votum des Kulturausschusses. Der hat dabei vor allem eins im Hinterkopf: „Die Kultur soll hier nicht nebenher laufen, sondern mit dem Gemeindeleben verbunden sein“, erklärte Meyer. Ein Konzert sei auch immer eine Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich besser kennenzulernen. „Es geht darum, dass sich die Leute hier wohlfühlen, vertraut werden mit der Kirche und der Gemeinde“, so Meyer weiter. Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der westlichen Innenstadt bis an die niederländische Grenze. Manches Gemeindeglied wohnt jenseits der Grenze. Und zu Konzerten und Ausstellungen kommen die Menschen natürlich von sehr viel weiter her.

Tanzen erwünscht

Die nächste Gelegenheit, die Genezareth-Kirche als Kulturort zu erleben, besteht am Freitag, 26. August, um 19 Uhr. Dann werden Jupp Ebert (Gesang), Redel Degel (Mundharmonika), Mark Beumers und Werner Weber (Gitarre) als „Blues Delivery Band“ den flexiblen Raum von Kirche, Gemeindezentrum und Garten mit ihren Bluesklänge erfüllen. „Wenn das Wetter mitspielt, findet das Konzert draußen statt. Wenn wir in den Kirchraum gehen, wird es auf jeden Fall eine Freifläche geben, denn viele im Publikum hätten sich beim letzten Konzert von ‚Blues Delivery‘ gern bewegt. Das war zu spüren“, sagte Meyer. Denn auch, wenn Meyer davon immer wieder etwas erstaunt ist, „weil ich das nicht so kenne“ – im Kopf der Leute ist ein Kirchraum eben doch etwas anderes als eine Konzerthalle. Da rückt man nicht mal eben die Stühle zur Seite, um den heftig wippenden Fuß zum Tanzen zu bringen. Ist der Stuhl schon weg, ist eine Hürde schon genommen.

Für Weber ist Kultur im Allgemeinen und Blues-Musik im Speziellen in der Kirche gar kein Problem. „Unsere Musik ermöglicht Kommunikation. Und hier haben wir einen Kommunikationsraum“, sagte der Gitarrist. Zudem verfolge „Blues Delivery“ damit eine lange Tradition: „Die ersten afroamerikanischen Bluesmusiker haben wochentags in Clubs und auf der Straße gespielt und sonntags fromme Lieder in der Kirche gesungen. Wir machen ebenfalls Kammermusik fürs Herz.“

Weiter geht es im Kulturprogram am Sonntag, den 4. September, mit der Ausstellungseröffnung "Das Wort". Alle Veranstaltungen haben freien Eintritt, Spenden werden erbeten. Anmeldungen sind erforderlich über mario.meyer@ekir.de oder u.overs@netzanschluss.org (fürs Kinderkonzert).

Das komplette Kulturprogramm bis Oktober gibt es hier.

Text: Rauke Xenia Bornefeld

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