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Ein neues Presbyterium - ganz ohne Wahl

Einführungsgottesdienst am Sonntag, 10. März, in Mariadorf - Nur neun von zwölf Plätzen sind derzeit besetzt - Kirchengemeinde sucht dringend noch weitere Menschen, die Verantwortung übernehmen

Im kommenden März beginnt die Amtszeit für ein neues Presbyterium, am 10. März um 11 Uhr ist der zentrale Einführungsgottesdienst unserer Gemeinde in der Kirche in Mariadorf. Manch ein Gemeindemitglied wird die Aufrufe zur Kandidat*innensuche wahrgenommen haben und die Ankündigung der Wahl im Februar ebenso. Mehrere Monate war Zeit, Kandidat*innen für die 12 Plätze (früher waren es 16) im Presbyterium zu suchen und zu finden. Vorbedingung: Man muss zur Gemeinde gehören, konfirmiert sein und über 18 Jahre.

Die Aufgaben sind vielfältig und gerade für Neulinge in dieser Arbeit unübersichtlich. „Was machen denn Presbyter*innen überhaupt“, so lautete die Frage der Konfirmanden, als sie von der anstehenden Wahl hörten, und wir haben versucht eine Antwort zu geben, die Jugendliche verstehen können: Die Presbyter*innen sind die Chefs der Gemeinde! Sie treffen alle Entscheidungen, die nötig sind, damit das Gemeindeleben funktionieren kann. Sie sind zuständig für Personal-, Finanz-, und inhaltliche Entscheidungen.

Graswurzeldemokratie

Ihr Amt üben sie in der Regel in monatlichen Sitzungen aus, in der Zwischenzeit führt der oder die Vorsitzende die Alltagsgeschäfte. Dieses „Herrschaftsprinzip“, bei dem die Gemeinde aus ihren Mitgliedern eine kleine Anzahl demokratisch wählt, ist typisch evangelisch. Zugespitzt könnte man sagen, eine evangelische Gemeinde ist eine Graswurzeldemokratie. Manche Kritiker wenden ein, man müsse doch Fachwissen mitbringen, damit man „Chef“ sein kann über eine Gemeinde mit ca. 9.300 Mitgliedern, 35 Mitarbeitenden, einem runden Dutzend Gebäuden und einem ganzjährigen Veranstaltungsprogramm vom Weihnachtsgottesdienst bis zur Krabbelgruppe.

Dieses nötige Fachwissen wird auf vielerlei Weise eingebracht. Die Verwaltung des Kirchenkreises arbeitet in allen wichtigen Fragen vor, zu und nach. Die gemeindeeigenen  Mitarbeitenden bringen ihre Expertise genauso ein, aus dem Büro in Verwaltungs- und Organisationsangelegenheiten, aus dem Kindergarten und der KOT in pädagogischen und sozialen Fragen, durch die Organistinnen geschieht Beratung und Gestaltung des Musiklebens, usw.. Dazu kommt die Mitarbeit und Beratung durch viele ehrenamtlich engagierte Gemeindeglieder. Presbyter*innen stehen also beileibe nicht allein und orientierungslos da, sondern können gut informiert und vorbereitet ihre Aufgabe als „Chefs“ ausüben. Nun gibt es aber in diesem Jahr in der Christusgemeinde keine Wahl und trotzdem ein neues Presbyterium. Was ist geschehen? Trotz intensiver Suche und Anfragen an viele Menschen aus dem aktiven Leben der Gemeinde, ist es nicht gelungen, ausreichend viele Kandidat*innen zu finden, dass eine Wahl stattfinden kann. Zu wenig Interessierte

Genau genommen gibt es nicht einmal genug bereite Menschen, um alle zwölf Plätze zu besetzen, zur Zeit sind es neun. Das zieht zwei Konsequenzen nach sich: Zum einen gelten alle Kandidaten als gewählt und bilden somit das neue Presbyterium, das im März eingeführt wird.
Zum anderen sind wir dringend darauf angewiesen, im Laufe der nächsten Monate weitere Menschen für die Mitarbeit in der Leitung unserer Gemeinde zu suchen und hoffentlich zu finden. Sollten wir also in den kommenden Monaten bei Ihnen anrufen oder klingeln oder Sie sonst irgendwie auf Presbyteriumsarbeit ansprechen, dann sagen Sie bitte nicht einfach nur „Nein“, sondern erwägen Sie im Gespräch mit uns ernsthaft, ob Sie an dieser Stelle Ihr Engagement (siehe Schwerpunktthema dieses Gemeindebriefes) einbringen könnten.

Die Namen des neuen Presbyteriums

Das neue Presbyterium besteht vorläufig aus Susanne Degenhardt, Daniela Mertens, Martina Müller, Rasmus Nilges, Sabine von Oy, Christine Paulus, Christian Sachse, Dr. Stephan Saffer, Robert Lebe, den beiden Mitarbeiterpresbytern Uwe Bauermeister und Erik Reuter und dem Pfarrteam Pfarrerin Dorlis Alders, Pfarrer Joachim Geis und Pfarrer Wolfgang Willnauer-Rosseck. Manche von ihnen waren auch schon im alten Presbyterium dabei, andere früher einmal Presbyter*innen und wiederum andere machen diesen mutigen Schritt zum ersten Mal.

Wir suchen noch nach einer geeigneten Art und Weise, die Mitglieder der Presbyteriums der Gemeinde vorzustellen. Halten Sie also die Augen offen und lernen Sie sie in den nächsten Ausgaben des Gemeindebriefes nach und nach alle kennen.

Pfarrer Wolfgang Willnauer-Rosseck

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Heike Keßler-Wiertz

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N.N.

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