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Ein Ort der Hoffnung und des Halts

Ökumenische Cityseelsorge und Pfarre Franziska von Aachen initiieren Corona-Gedenkstätte. Künstler gesucht.

Aachen Hell, Hoffnung gebend, einladend – so könnte oder sollte er aussehen, der Corona-Gedenkort in der Innenstadt. Auf Initiative der Cityseelsorge der evangelischen und katholischen Kirchen und der Innenstadtpfarre Franziska von Aachen soll er in der Citykirche in der Großkölnstraße entstehen. Ein auf ein Jahr angelegtes Kunstprojekt, das Hilfe, Orientierung, Halt und Auseinandersetzung bieten soll. Aachener Künstler sind aufgefordert, ihre Ideen einzubringen. Der bestprämierte Entwurf wird realisiert.

Ohnmacht und Einsamkeit

„Seit einem Jahr wird unser Leben von der Corona-Pandemie dominiert“, so Jürgen Maubach, Gemeindereferent der Pfarre Franziska von Aachen. „Menschen haben liebe Angehörige verloren, Freundschaften und Beziehungen sind zerbrochen, Existenzen sind gescheitert, wertvolle Lebenszeit und -freude wurde uns genommen, wir haben Ohnmacht, Einsamkeit und Überforderung erfahren, physische und psychische Gewalt erlebt und vieles, vieles mehr.“ Und es stellen sich viele Fragen: Wie damit fertig werden? Wie damit weitergehen? Wie eine neue Perspektive entwickeln? Wo ist ein Ort für all das, der Hoffnung gibt, darauf zu vertrauen, dass der Weg weitergeht?

Der Gedenkort in der Kirche – er soll unter der Orgelempore seinen Platz finden, soll den Menschen Gelegenheit bieten, „ihren vielfältigen Verlusten, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden“, einen Ausdruck zu geben und ihn mit anderen teilen zu können, so Maubach. Weltanschaulich neutral soll dieser Ort sein, ein sowohl analoger, haptischer Ort, als auch ein Platz für die virtuelle Beschäftigung mit dem Thema Corona. Eine eigene Homepage für die Gedenkstätte ist in Vorbereitung. Maubach: „Besucherinnen und Besucher sollen ihn mit ihren Anliegen interaktiv mitgestalten können.“ Da viele Kinder und Jugendliche von der Situation besonders stark betroffen seien, soll er eine Beteiligungsmöglichkeit bieten, die auch für Kinder ab sechs Jahre verständlich ist. „Er soll dem Gedenken dienen und eine deutliche Hoffnungsperspektive zum Ausdruck bringen.“

Ein Jahr soll das Kunstwerk nach den Vorstellungen der Initiatoren in der Citykirche stehen. Wie es letztlich ausgestaltet ist, das ist der freien Kreativität der Künstler überlassen. Interessenten können sich direkt mit den Initiatoren unter maubach@franziska-aachen.de in Verbindung setzen. (alp)

(Aus: AN vom 24.02.2021)

 

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