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Einladung zur Krippenbetrachtung

Gottesdienst am 27. Dezember, 11.00 Uhr, im Gemeindezentrum Kornelimünster

Weihnachten – die frohe Botschaft von der befreienden Liebe Gottes – wie können wir sie fassen, wie können wir sie begreifen? Gott, unendlich, unfassbar, er tritt ein in unser menschliches Leben, leibhaftig und vorstellbar. Erzählt wird dies in der Geschichte von der Geburt Jesu, der in seinem Wirken, in Leben, Sterben und Auferstehen die Liebe Gottes bezeugt hat. Unser christlicher Glaube drückt sich aus in Geschichten.

Die vertraute Weihnachtsgeschichte berührt uns besonders. Wir haben einen gütigen Gott. In dem Krippenkind teilt Gott unsere menschliche Bedürftigkeit. Er teilt sie mit uns in dem Kind, neugeboren, hilflos, angewiesen auf menschliche Zuwendung. Ein Kind, das in uns so gute Gefühle weckt, Zärtlichkeit und Rührung – in dem ein ganzes Leben schlummert, Träume, Hoffnungen, Gelingen und Scheitern.

Fühlen möchten wir, wie Gott uns an-nimmt, mit Leib und Seele und mit allen Sinnen. Ein kleines Kind wächst mit allen Sinnen in die Welt hinein: es sieht die Dinge, es greift danach, fasst sie an, führt sie zum Mund, sieht, fühlt, riecht und schmeckt. Und das haben wir immer nötig, ein Leben lang. Bedeutsame Erinnerungen, überwältigende Gefühle, sie ergreifen und prägen uns ganz, mit allen Sinnen.

Weihnachten – ein Fest für Leib und Seele. Kerzenlicht, Tannenduft, festliches Essen, Lieder, Kirchgang, die Nähe von geliebten Menschen. Einiges wird uns in diesem Jahr fehlen. Wenn uns doch die Weihnachtsgeschichte nicht verloren ginge!

In unserer Kirche wird wieder die Krippe stehen. Die Weihnachtsgeschichte „fassbar“ zu gestalten, das war mein Anliegen. Der Stall ist kein behaglicher, von Tier- und Menschenatem warmer Raum. Als ein leichtes Zelt, transparent, himmelfarben wie unser großes Fenster, hüllt ein Tuch alles ein. Um das Kind scharen sich Figuren, in deren Haltung sich ausdrückt, wie wir jeweils die Weihnachtsgeschichte aufnehmen: zugeneigt oder ablehnend, unbefangen, gelöst, anbetend, singend und lobend, betroffen, zweifelnd. Das Kind in der Krippe liegt bloß und ungeborgen. Es breitet die Arme aus, offen für jeden von uns. Seine Gestalt hat die Form des Kreuzes: Der Lebensweg Jesu.

Herzliche Einladung zur Krippenbetrachtung im Gottesdienst am 27. Dezember, dem Sonntag nach Weihnachten.

Elke Rottländer

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