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Evangelischer Kindergarten in Alsdorf-Ofden kann nicht neu gebaut werden

Endgültige Informationen über die Finanzlage der Evangelischen Kirchengemeinde Alsdorf zwingen zur Aufgabe des Projekts – Kreissynodalvorstand: „Schwieriger und notwendiger Prozess ist der einzig verantwortliche Weg für die Kirchengemeinde“

Seit seiner Einsetzung im Juli 2014 hat der Bevollmächtigtenausschuss der Evangelischen Kirchengemeinde Alsdorf alle möglichen Wege planerisch und kalkulatorisch erarbeitet und beraten, um das Neubauprojekt für den Evangelischen Kindergarten in Alsdorf-Ofden umzusetzen. Der Bevollmächtigtenausschuss hat in den zurückliegenden Monaten verschiedene Modelle der Finanzierung durchgespielt, Gespräche mit Investoren geführt und unterschiedliche Ausführungen des Neubaus abgewogen. Dabei ergaben sich erhebliche Verschiebungen. So konnte ein Teil der in Aussicht stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten nicht realisiert werden.

Jetzt sind der Bevollmächtigtenausschuss und der Kreissynodalvorstand des Evangelischen Kirchenkreises Aachen als Aufsichtsgremium zu der zwingenden Erkenntnis gekommen, dass der Neubau nicht realisierbar ist. Weder die Aufnahme eines Darlehens für den Neubau könnte bei der jetzigen Finanzlage der Gemeinde von der Landeskirche genehmigt werden, noch wäre die Gemeinde in der Lage, den Schuldendienst zu leisten.

Investition und Darlehensaufnahme „nicht genehmigungsfähig“

„Anhand einer sehr konzentrierten Betrachtung aller den Neubau betreffenden Sachverhalte, einschließlich der finanziellen Situation der Kirchengemeinde und der Architektenpläne, hat der Kreissynodalvorstand des Kirchenkreises Aachen nun festgestellt, dass die beabsichtigte Investition für den Neubau aus Mitteln der Kirchengemeinde und die zusätzliche Aufnahme eines Darlehens von 400.000 Euro nicht genehmigt werden kann“, sagte der Vorsitzende des Bevollmächtigtenausschusses, Helmut Pustolla, am Mittwoch, 28. Januar, nach der Sitzung des Ausschusses in Alsdorf. In seinem Beschluss nennt der Kreissynodalvorstand den „schwierigen und notwendigen Prozess“ der Aufgabe des Bauprojekts den „erkennbar einzig verantwortlichen Weg für die Kirchengemeinde Alsdorf zukunftsfähig zu werden.“

Der Bevollmächtigtenausschuss hatte Vertreter des Kindertagesstätten-Trägers, des Vereins „Eva“, zu seiner Sitzung am Mittwochabend eingeladen und diesen dort die Entscheidung mitgeteilt. Der Träger wurde gebeten, Mitarbeitende und Eltern am Donnerstag über die Entwicklung zu informieren. Der Kindergarten in Alsdorf-Ofden verfügt derzeit über eine Betriebserlaubnis, die bis ins Jahr 2017 reicht.

Mitglieder des Bevollmächtigtenausschusses stehen zum Gespräch zur Verfügung

„Uns als Kirchengemeinde ist es wichtig, nach diesem schweren Entschluss jetzt zum Gespräch zur Verfügung zu stehen und gemeinsam mit dem Kindergarten-Träger und den Eltern Wege für die Zukunft zu finden“, sagte Helmut Pustolla. Die Kirchengemeinde beabsichtigt, gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins „Eva“ zeitnah einen Gesprächstermin anzubieten, bei dem sie für alle Beteiligten für Fragen und Diskussionen ansprechbar ist. „Die Sorgen und Bedürfnisse der Betroffenen sind sehr wichtig für uns“, so Pustolla. „Deshalb wollen wir die Konsequenzen der neuen Entwicklung und die nächsten Schritte mit ihnen besprechen.“ Der Termin für ein Gespräch wird so bald wie möglich bekanntgegeben. Die Arbeit der Kindertagesstätte werde mindestens bis 2017 im jetzigen Umfang weitergehen, betonte Pustolla, auch wenn die bisher geplante Perspektive sich als nicht machbar herausgestellt habe.

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