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Große Resonanz auf ersten interreligiösen Abend "Bibel und Koran" in der Versöhnungskirche

Fortsetzung am Freitag, 4. Dezember, in der bosnischen Gemeinde - Kennenlernen, angeregte Gespräche und ein geschlichteter Streit

Auf große Resonanz ist in der vergangenen Woche der erste interreligiöse Abend zum Thema „Bibel und Koran“ in Eilendorf gestoßen. Etwa 40 Teilnehmer waren in die Versöhnungskirche gekommen, gut ein Drittel davon Muslime, aus verschiedenen muslimischen Gemeinde, der bosnischen Moschee, der Yunus-Emre-Moschee und der Bilalmoschee – die meisten Männer. Die christlichen Teilnehmer waren aus verschiedenen Kirchen im Stadtgebiet, aus Eilendorf, Innenstadt, Richterich, evangelisch, katholisch, bunt gemischt. Auch Interessierte von der RWTH und der Stadt Aachen waren dabei.

Pfarrer Hans Christian Johnsen und Imam Mehmed Jakubovic laden zur interreligiösen Begegnung ein

Zu Anfang stellten die beiden Referenten sich vor: Pfarrer Hans Christian Johnsen von der evangelischen Versöhnungskirche und Iman Mehmed Jakubovic aus der bosnisch-muslimischen Gemeinde. Danach gab es eine kleine Einstimmung, mit einer Geschichte aus den Erzählungen der Chassidim von Martin Buber – also aus der jüdischen Tradition.

Zu Beginn des Abends wurde auch gleich ein Konflikt geklärt, der entstanden war, als ein christlicher Besucher im Dunklen und aus Unwissenheit die Moschee mit Schuhen betreten hatte. Danach haben sich die Teilnehmenden kurz per Aufstehen vorgestellt: Aachener und Nicht-Aachener, Christen, Muslime, andere oder keine Religion, Männer, Frauen, Anzahl der Kinder, Kenntnis über den Koran (bei Christen) und über die Bibel (bei Muslimen). Es waren so viele Teilnehmer, dass nicht alle an Tischen sitzen konnten, sondern sich eine zweite Reihe Stühle darum ergab. Die Kennenlernenrunde war lebhaft und lustig.

Quiz zu Texten aus Bibel und Koran

Das Kennenlernen wurde danach vertieft mit einem kleinen Quiz. Ein Fragebogen wurde verteilt, der Zitate aus Bibel und Koran enthielt – aber ohne Quellenangabe! Die Teilnehmer sollten nun zuordnen, ob ein Text aus der Bibel (mit „B“ zu kennzeichnen) oder aus dem Koran (mit „K“ zu kennzeichnen) stammt. Die Auflösung war manches Mal von Vielen richtig, aber an anderen Stellen überraschend von Vielen falsch zugeordnet – sowohl bei Texten, die man jeweils bei der eigenen Religion, wie auch bei der anderen Religion vermutet hatte. Es ergab sich so schon manches angeregtes Gespräch.

Danach stieg die Gruppe in die vertiefte Textarbeit ein. Als Vorlage diente eine Synopse der Zehn Gebote, nach dem Buch Exodus, Kapitel 20, mit Versen aus dem Koran, vor alles aus der 17. Sure, und anderen Stellen im Koran. Die Verse wurden abwechseln gelesen, biblisch und koranisch. Danach haben die Teilnehmenden ihre Beobachtungen geteilt: Erläuterungen aus christlicher Sicht zum Bibelvers, und Erklärungen aus muslimischer Sicht zu den Suren, sowie Fragen aneinander. Sofort kamen Fragen auf, nach dem Schriftverständnis, der Grundlagen der Offenbarungen. Die Gespräche drehten sich dann um das Verständnis vom Monotheismus, inwiefern Jesus ein Prophet war, was vom Bilderverbot zu halten war.

Fortsetzung am Freitag, 1. Dezember, 19 Uhr, in der bosnischen Gemeinde

Alle Teilnehmer waren erstaunt, wie schnell die Zeit verging, und freuen sich auf die Fortsetzung, jetzt am Freitag, 4. Dezember 2015, um 19 Uhr, in der bosnischen Gemeinde, Eisenbahnweg 28. Dann wird es um die Traditionen rund um Abraham gehen.

 

Anmeldungen nimmt noch entgegen: Pfarrer Hans Christian Johnsen, Johannesstraße 20, 52080 Aachen

Tel. 0241 - 1824924

<link>hanschristian.johnsen@ekir.de

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