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„Ich höre gerne zu, wenn Menschen erzählen“

Astrid Brus ist neue Pfarrerin an JuKi und Auferstehungskirche - Ordination am Sonntag, 4. Juni, 15.30 Uhr, in der JuKi

 

Als beim Vorstellungsgottesdienst der Konfirmand*innen niemand den Segen sprechen wollte, meldete sich Astrid Brus. „Ich mache es“, sagte Teenagerin damals, und fragt sich heute rückblickend, ob das möglicherweise schon ein Zeichen gewesen sein könnte, das auf ihren späteren Berufsweg hingedeutet hat.

Doch nach ihrem Abitur im niederrheinischen Goch begann die 29-jährige neue Pfarrerin an der JuKi und Auferstehungskirche 2013 zunächst mit dem Studium der Pharmazie in Jena. „Ich war immer naturwissenschaftlich interessiert“, erläutert sie. „Aber ich war auch unentschlossen, wollte lieber etwas mit Menschen machen, und habe mich an die schöne Zeit in der Gemeinde erinnert.“ Nach ihrer Konfirmation arbeitete sie in einem Helferkreis mit, organisierte Kinderbibeltage und sang im Gemeindechor. „Mir hat es immer sehr viel Spaß gemacht, Gottesdienste vorzubereiten“, erinnert sich Astrid Brus – und sattelt um auf „Evangelische Theologie“. Zunächst noch in Jena, im Hauptstudium dann in Bonn.

In Brühl schon "Kaffee-Gottesdienst" gehalten

„Es waren kleine Fakultäten. Das Studium hat mich sehr angesprochen, es war so vielfältig: Sprachen, Philosophie, Biblisches. Kirchengeschichte zum Beispiel mochte ich sehr, aber wäre nie auf die Idee gekommen, Geschichte zu studieren“, so Brus. Nach ihrem Abschluss im Jahr 2020, „mitten im Corona-Jahr“, begann sie ihr Vikariat in Brühl. „Mir hat dort sehr gefallen, dass die Menschen, mit denen ich Gottesdienste im Team vorbereitet habe, verrückte Ideen nicht gleich abgelehnt haben.“ Zum Beispiel einen „Kaffee-Gottesdienst“ mit der Predigt an Kaffeetischen. „Es waren mehr Menschen da als erwartet, und hinterherher hieß es, ob man es nicht nochmal machen könne.“

Menschen sollen sich in der Kirche wohlfühlen

Es gefalle ihr, wenn Menschen die Gelegenheit erhalten, Kirche mitzugestalten. „Sie sollen sich wohlfühlen“, so Brus. Die Stelle in der JuKi, der Jugendkirche in der Dreifaltigkeitskirche in der Zollernstraße, kam daher gerade recht. Denn die JuKi ist ein „Erprobungsraum“ und wird von der Landeskirche besonders gefördert. „Hier haben Jugendliche einen eigenen Raum, können mitentscheiden, ausprobieren, bekommen Unterstützung und haben einen Schutz“, so Brus. Sie liegt gegenüber von der Viktoriaschule. Das Raumkonzept der JuKi sei sehr spannend: „Es bleibt ein Kirch­raum, aber gleichzeitig mit Theke, Kaffeemaschine und Sofaecke.“ Man sollte sich Gedanken machen, wie man Kirchräume künftig sinnvoll gestalten und nutzen könne. „Das ist ein Potenzial für die Zukunft“, so Brus.

Zur Hälfte an der Auferstehungskirche in Forst tätig

An der JuKi arbeitet Astrid Brus zu 50 Prozent, die andere Hälfte ihrer Stelle ist sie an der Auferstehungskirche tätig. Dort ist sie mit ganz anderen Dingen konfrontiert, zum Beispiel Bestattungen. „Ich begleite gerne Menschen in schwierigen Situationen. Tod und Sterben sind wichtige Themen, die einen bedeutenden Platz in der Kirche einnehmen“, sagt sie. „Ebenso wie das menschliche Scheitern. Auch das ist wichtig, denn Menschen möchten darüber reden. Es darf nicht ausgeklammert werden.“  Astrid Brus mag es, wenn Menschen über sich erzählen. „Ich höre gerne zu.“ Und wenn in der Kirche alle Altersstufen versammelt sind – auch daher gefalle ihr diese „zweigeteilte“ Aufgabe. „Ich lebe mich gerade darin ein“, sagt sie.

Ordinations-Gottesdienst am Sonntag, 4. Juni

Der Ordinations-Gottesdienst von Pfarrerin Astrid Brus findet am Sonntag, 4. Juni, um 15.30 Uhr in der JuKi, Zollernstraße 11, in Aachen statt. Der Gemeindebereich Aachen-Süd und die JuKi laden alle Interessierten hierzu herzlich ein. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es Zeit zum Kennenlernen, Imbiss und Austausch.

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