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Klausurtagung des Presbyteriums 2019 „Dem Frieden gewidmet“

Vom 8. bis 10. März 2019 in Kronenburg/Eifel

Die diesjährige Klausurtagung des Presbyteriums fand vom 8.3. bis 10.3.2019 in der Lehrerfortbildungseinrichtung des Landes NRW im ruhigen und beschaulichen Kronenburg statt.

Am Freitagabend stand ein Rückblick auf die Arbeit des Presbyteriums der vergangenen drei Jahre im Mittelpunkt. Vor allem im Bau- und Renovierungsbereich  gab es eine Reihe von notwendigen Projekten, die für einige Mitglieder viel Arbeit bedeuteten und viel Zeit beanspruchten. Die Gemeindekonzeption wurde fortentwickelt und der Gemeinde vorgestellt, es wurden Impulse für ein reges Gemeinde- und abwechslungsreiches Gottesdienstleben gesetzt. Der Blick richtete sich aber auch in die Zukunft, auf die im nächsten Jahr anstehende Neuwahl des Presbyteriums und die sich daraus möglicherweise ergebenden personellen Veränderungen.

Als Vorbereitung auf das Thema „Frieden“ lasen wir in der den Tag beschließenden Andacht gemeinsam die Bergpredigt, die über die Jahrhunderte vielen Menschen Leitlinie für ein friedvolles Miteinander gewesen ist. Die Bergpredigt einmal in ihrer ganzen Länge und Fülle wahrzunehmen, war ein besonderes Erlebnis.

Am Samstagvormittag beschäftigten wir uns mit dem Friedenswort  der Evangelischen Kirche im Rheinland, das den Titel trägt: „Auf dem Weg zum gerechten Frieden“. Das Friedenswort wurde 2018 anlässlich des Endes des Ersten Weltkrieges von der Landessynode beschlossen und gilt als Leitbild, um in den Kirchenkreisen und auf Gemeindeebene eine Friedensdiskussion anzuregen. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen unruhigen politischen Lage ist dies mehr als notwendig.

Das Friedenswort möchte einen Paradigmenwechsel erreichen vom früheren Schlagwort des  „gerechten Krieges“ zu einer  „Kirche des gerechten Friedens“. Damit verbindet sich der klare Auftrag, sich auf den gemeinsamen ökumenischen Weg zu machen, Krieg und Gewalt zu überwinden, Schuld einzugestehen und konsequent in Kirche, Staat und Gesellschaft für Frieden einzutreten. Konkret nennt das Friedenswort die Ablehnung jeglicher Rüstungsexporte, den Abzug der immer noch im hiesigen Raum verbliebenen Atomwaffen, die Entmilitarisierung politischer Konflikte und die Abkehr von einer Politik der Abschottung. Es wird weiter gefordert, dass das Streben nach Frieden auf allen Ebenen der kirchlichen und schulischen Bildungsarbeit vermittelt und vorgelebt wird.

Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Friedenswort und einem erholsamen und fast trockenen Spaziergang rund um Kronenburg beschäftigte uns am Nachmittag die Frage, was wir in unserer Gemeinde auf dem „Weg des gerechten“ Friedens bereits tun und was für den Einzelnen und uns als Gemeinschaft weiter möglich ist. In Zukunft sollen verstärkt Friedensaktionen geplant und Andachten gefeiert werden. Wichtig ist uns auch, dass dieses Thema nicht nur im Konfirmandenunterricht und der Jugendarbeit weiterhin präsent bleibt. Ein konkrete Idee für die Zukunft ist es, das Gedenken an die Menschen zu bewahren, die vom Dritten Reich betroffen waren und ihr Leben verloren haben,  zum Beispiel  in der Reichspogromnacht am 9.11.1938.

Im Mittelpunkt des Sonntagvormittags stand traditionell der gemeinsam vorbereitete Abendmahlsgottesdienst mit Bibelteilen. Er ist für uns immer ein ganz besonderer Augenblick unseres Zusammenseins.

Wir beendeten das Wochenende mit  einer Abschlussrunde, in der deutlich wurde, wie intensiv und wichtig, aber auch anstrengend und gewaltig die Auseinander-setzung mit dem Thema Frieden  ist.

Der Abschied voneinander war dann ein wenig wehmütig, weil wir das letzte Mal in dieser personellen Zusammensetzung zusammen waren. Wir sind eine gute Gemeinschaft, in der die sachliche und konstruktive Auseinandersetzung stets im Vordergrund steht, in der es aber auch ein sehr faires und zugewandtes persönliches Miteinander gibt, das von Verlässlichkeit und Loyalität getragen wird. Dazu hat sicher beigetragen, dass es Wochenenden wie das in Kronenburg gibt. Dafür sei unserer Gemeinde noch einmal ausdrücklich gedankt. 

Barbara Klingenberger

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