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„Kontaktsperre als Chance“

Die Situation für die Aachener Kirchenmusik hat sich sehr verändert

„Ich bin derzeit froh, kein Chorleiter mehr zu sein“, meint Klaus van den Kerkhoff, Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen. Denn bei Chorgesängen gilt die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus als besonders groß. Ab Mitte März wurden aber auch bei van den Kerkhoff plötzlich alle Konzerte abgesagt. Der Versuch, sie zu verlegen, scheiterte. Im Mai gab es ein im Internet live übertragenes Konzert mit der Organistin Iris Rieg, doch es traten technische Probleme auf. Für das Konzert am Freitag, 5. Juni, mit Giulia Biagetti, Organistin der Domkirche in Lucca (Toskana), wurden daraus Lehren gezogen, verspricht van den Kerkhoff. „Ich habe die Kontaktsperre auch als Chance begriffen“, sagt er. Als sie verhängt wurde, war er in London und hat kurzerhand seinen Aufenthalt verlängert. Anschließend hat er seinen Übungsraum eingerichtet und bis in die Nachtstunden geprobt sowie Dinge nachgearbeitet, die liegen geblieben waren.

Synchrones Singen nicht möglich

Das letzte Konzert, das Annakantor Georg Hage, Leiter des Bachvereins, dirigieren konnte, war die Aufführung des Elgar-Oratoriums im Krönungssaal des Aachener Rathauses am 7. März. Danach wurden alle Konzerte abgesagt, auch Präsenz-Proben haben seitdem nicht mehr stattgefunden. Diese finden zur Zeit nur online statt, was technisch auf besondere Probleme stößt: Da die Übertragungsgeschwindigkeit unterschiedlich ist, ist ein gleichzeitiges, synchrones Singen nicht möglich. „Die anderen Chormitglieder müssen stummgeschaltet werden“, so Hage. Kirchenmusik im Gottesdienst ist vorerst mit Streichern und Vokalsolisten geplant.

Kommende Online-Musiktermine finden Interessierte auf www.orgeljahr.de und www.bachverein.de.

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