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Landessynode 2024 diskutiert Zukunft der Kirche

Jährliche Tagung hat am Sonntag in Düsseldorf begonnen - Aachener Superintendent Bruckhoff leitet als Dienstältester zum letzten Mal verschiedene Tagesordnungspunkte

Die 77. Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat am Sonntag mit dem Eröffnungsgottesdienst in der Düsseldorfer Johanneskirche begonnen. Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen die 198 stimmberechtigten Synodalen im Bachsaal der Johanneskirche ihre Arbeit auf.

Die Synode beschäftigt sich in diesem Jahr schwerpunktmäßig mit der „Zukunft von Gemeinde und Kirche“. Wie können Kirchengemeinden und andere kirchliche Orte ihre Angebote zukunftsfähig gestalten und wie kann noch stärker auf die Bedürfnisse der Mitglieder eingegangen werden? Diese und andere grundlegende Fragen zur Zukunft von Gemeinde und Kirche diskutiert die Landessynode auf ihrer Jahrestagung.

Jahresbericht des Präses: "Zuhören als erster Schritt"

Am zweiten Tag der Synode nahm der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Torsten Latzel, in seinem Jahresberichtauch Stellung zu gesellschaftlichen Themen wie Armut, Demokratie und Frieden. Doch kommt er zu dem Schluss: „Die Kirche hat eine gute Zukunft vor sich – wenn sie zu hören versteht“. Deshalb ermutigte er zu einem neuen Hören auf Gott, Kirche, Welt und sich selbst hat. Im Jahr 2023 habe die Kirchenleitung deshalb bewusst viel Zeit zum Hören verwendet, berichtete der Präses. Zum Beispiel im „ökumenischen Lernen“ bei Reisen zu Kirchen in Frankreich, England, Finnland und den Niederlanden. Und bei Besuchen in vielen Kirchenkreisen und Gemeinden der rheinischen Kirche.

"Und es gibt viele lebendige Gemeinden, die ganz unaufgeregt gute Basisarbeit machen.“ Die tradierten kirchlichen Strukturen führten jedoch oft zur Selbsterschöpfung. Latzel plädierte daher für eine „tiefgreifende Aufgabenkritik“. Und die Kirche brauche „resiliente Strukturen, die auch funktionieren, wenn wir nur noch die Hälfte sind." Eine Möglichkeit seien z.B. Zweckverbände oder Trägerzusammenschlüsse, damit sich die Ehrenamtlichen in den Presbyterien vor Ort auf geistliche, kommunikative und strategische Aufgaben konzentrieren können und nicht in Einarbeitung in Gesetzestexte und Richtlinien zuviel Arbeitskräfte gebunden werden.

Zwei Tage Zeit für Zukunftsfragen

Diesen Bericht des Präses moderierte der Aachener Superintendent Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff als dienstältester Superintendent. Er wird auch das Schlusswort im Plenum am letzten Sitzungstag halten - in diesem Jahr zum letzten Mal, da Bruckhoff vor der nächsten Synode in Ruhestand geht. Außer Bruckhoff nehmen noch Pfarrer Jens-Peter Bentzin (Kirchengemeinde Monschauer Land), Susanne Degenhardt (Christusgemeinde Alsdorf-Würselen-Hoengen-Broichweiden) und Britta Rosen (Lydia-Gemeinde Herzogenrath) als Delegierte des Aachener Kirchenkreises teil.

Am zweiten und dritten Tag der Tagung nimmt sich die Synode Zeit, um sich intensiv den Zukunftsfragen zu widmen. Am ersten der beiden Tage, dem „Forumstag“, wird gemeinsam diskutiert, wie Gemeinden und kirchliche Orte unter den veränderten Umständen attraktiv gestaltet werden können und welche Rahmenbedingungen die Landessynode schaffen muss, um sie darin zu stärken. Am folgenden „Workshoptag“ sollen 14 verschiedene Zukunftsfragen vertieft und weiter konkretisiert werden. Dabei geht es unter anderem um religiöse Bildung in Familien, Nachwuchsgewinnung, Mitgliederbindung, Glauben im Alltag, neue Gemeindeformen und eine andere Gestaltung von Presbyterien.

Die Landessynode als oberstes Organ der rheinische Kirche beendet ihre sechstägigen Beratungen am Freitag. Bis dahin werden alle öffentlichen Teile der Synode auf https://landessynode.ekir.de live übertragen. Dann will sie den Haushalt verabschieden, ein neues Kirchenleitungsmitglied wählen und Maßnahmen beschließen, um Kirchen und Gemeinden zukunftsfähig zu machen.

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