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Mal nachdenklich, mal mitreißend

Ganz unterschiedliches Programm von JuKi, Auferstehungs-, Immanuel-, Genezareth-Kirche bei der Nacht der offenen Kirchen - Überwiegend sehr gut besucht

Nach zwei Jahren Pause für die Nacht der offenen Kirchen nutzten viele Menschen unterschiedlichen Alters die Gelegenheit, Kirchenräume mal wieder anders zu erleben: Konzerthalle statt Gebetsraum, Galerie oder Tanzsaal statt Gottesdienstort. Obwohl viele evangelischen Kirchen eher in den Außenbezirken zu finden sind, war es auch dort nicht immer leicht, ein Plätzchen zu bekommen.

Vor der Immanuelkirche im Aachener Süden hatte sich bereits vor dem Start eine kleine Schlange gebildet und der kleine Kirchraum war schnell nahezu voll. „Begegnungen“ hatte das Team um Pfarrer Redmer Studemund das Programm überschrieben. Gemeint waren natürlich Begegnungen zwischen Menschen bei Saft, Wein, Schmalzbrot und Käseplatte sowie später beim traditionellen Kinofilm. Aber auch musikalische Begegnungen - Sopranistin Irmgard Lebherz und Pianistin Pascale Fritz, ein Holzbläserquintett, der Chor „D’accord“ holten aus den Repertoireschätzen so einiges heraus, was nicht regelmäßig auf den Konzertprogrammen zu finden ist:  Poetische Instrumentalmusik, ein musikalischer Sonnenuntergang, ein spontaner Tango von zwei sich unbekannten Menschen im „Nebel über der Spree“.

Gelungene Mischung aus Kunst und Musik

In der Genezareth-Kirche an der Vaalser Straße – obwohl deutlich weitläufiger – wurde es auch schon mal eng. Sei es im Kirchraum beim Klavierkonzert mit Aena Kim oder bei den beiden Konzerten der Gospelchöre „Joy 2 sing“ und „Mustard seed faith“. Im den Lichthof umlaufenden Gang kamen die Menschen hingegen ins Gespräch über eindrückliche Gesichter und Szenen aus Palästina und Nordafrika. Im Rahmen der Nacht der offenen Kirchen wurde die Ausstellung „Auf der anderen Seite“ der Aachener Künstlerin Annika Degen eröffnet.

Kontemplativ und nachdenklich

Ruhig, kontemplativ und ebenfalls voller musikalischer Überraschungen gestaltete das Team der Auferstehungskirche die erste Stunde der Nacht der offenen Kirchen – eingetaucht in ein meditatives Farbspiel an der Rückwand des Altarraums. Das Oberthema hieß Schwingungen, das die beteiligten Musikerinnen und Musiker (Hanna Gründer und Clara Liebisch mit Blockflöten, Monika Pfennigs mit Querflöte, Elmar Sauer an der Orgel, Klaus Neckermann am Vibraphon und der Handglockenchor „Bells of Glory“ der Evangelischen Kirchengemeinde Eschweiler) in meist beruhigender, manchmal herausfordernder Weise interpretierten. Pfarrer Martin Obrikat steuerte nachdenkliche Texte und Gebete ein. Nach lebendigem Austausch bei Suppe und Wein wurde die Nacht der offenen Kirchen wiederum ruhig beschlossen – mit einer gesungenen Komplet.

Text: Rauke Bornefeld

Tanz für Anfänger und Fortgeschrittene

Auf ganz andere Art beschwingt ging es in der JuKi, der Jungen Kirche in Aachen, zur selben Zeit zu. Dort fand seit 2019 das erste Mal wieder der Tanzabend unter dem Motto "Schick & Tanzbar" statt. Die vielen Besucher*innen hatten zu Beginn die Möglichkeit, eine Stunde lang Grundschritte und erste Drehungen für Standardtänze zu erlernen. Bis 22 Uhr war dann freies Tanzen angesagt, von Disco Fox, Cha-Cha-Cha und langsamem Walzer über Rumba und Salsa bis sogar hin zu einem gemeinsamen Gruppentanz.

Die bunt erleuchtete Kirche war gut gefüllt und vier Stunden lang wirbelten die unterschiedlichsten Menschen über die Tanzfläche; darunter Anfänger*innen, aber auch Fortgeschrittene mit eindrucksvollen Drehungen und Figuren. Die JuKi-Leitung freute sich sehr, endlich wieder ihre großen Türen für Tanzbegeisterte öffnen zu können.

Text: Lilli Bornefeld

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