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Meike-Schneider-Literaturpreis verliehen

Jurys prämierten Texte zum Thema "Über Grenzen"

Zum zweiten Mal hatten die Evangelischen Studierendengemeinden im Rheinland im Herbst 2010 einen Literaturwettbewerb für Studierende ausgeschrieben.

Der Preis ist benannt nach der im Alter von 22 Jahren verstorbenen Theologie-Studentin Meike Schneider, die sich auch in literarischer Form mit ihrer Krankheit, mit ihren Ängsten und Hoffnungen auseinandergesetzt hat.

150 Einsendungen zum Thema "Über Grenzen"

Aus den gut 150 anonymisierten Einsendungen zum Thema „Über Grenzen “ hatten die Jurys drei Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt:

Den Hauptpreis der Jury erhielt Thomas Raatz aus Weimar für seine Gedichte „Als sie mit Hämmerchen kamen“, „Eine Wohngemeinschaft“ und „Fernwärme“. Den Lyrikpreis der Familie Schneider bekam Alisa Engelke aus Aachen für Ihr Gedicht „Am Straßenrand“ und den Prosapreis der studentischen Jury aus der ESG-Saarbrücken Rouven Hehlert aus Trier für seine Kurzgeschichte „Nach dem Regen“.

Preisverleihung in der RWTH-Aachen

Die feierliche Preisverleihung fand am Sonntag im Generali Saal des SuperC der RWTH-Aachen statt. Die Eltern von Meike Schneider, Anne und Nikolaus Schneider nahmen an der Preisverleihung teil und verliehen den Lyrikpreis der Familie. Die Preisträgertexte las der Schauspieler Jens Wachholz; die musikalische Gestaltung lag bei Kai Hennes.

Die Preisverleihung fand statt in Kooperation mit RWTH extern und chrismon plus Rheinland.

Eine Auswahl von 21 Beiträgen zum Literaturwettbewerb ist in einer Anthologie im Neukirchener Verlag veröffentlicht.

 

Weitere Informationen: <link http: www.meike-schneider-literaturpreis.de external-link-new-window>www.meike-schneider-literaturpreis.de

 

 Aus dem Vorwort der Herausgeber der Anthologie „Über Grenzen“:

 

Mit dem Meike-Schneider-Literaturpreis, den wir nach 2009 nun zum zweiten Mal ausgelobt haben, wollen die Evangelischen Studierendengemeinden Studierende ermutigen, sich literarisch mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen. Denn die wissenschaftliche Genauigkeit in der Erfassung und Gestaltung der Welt ist nur das eine. Die Literatur ist Ausdruck einer anderen Form der Wahrnehmung, die nicht minder elementar ist. Die poetische Form vermittelt eine Einfühlung in die Realität, die durch Daten und Fakten hindurch geht und Anteil gibt an dem, was die Erde zur Welt des Menschen macht.

Damit geht es uns mit dem Preis nicht nur darum, verborgene Talente, die im Hochschulalltag oft nicht zur Geltung kommen, ans Licht zu bringen. Nicht minder wichtig ist es, dass wir uns daran erinnern lassen, dass analytische Klarheit und praktische Problemlösungen – bei aller gedanklichen Tiefe, begrifflicher Präzision und technischer Entwicklung – die empathische Beschreibung dessen was war, was ist und sein kann, nicht erübrigt

.…. Quasi unvermittelt tritt uns in den Texten fremdes Denken und Fühlen entgegen, denn als Leserinnen können wir nicht nachfragen, nicht Einfluss nehmen. Wenn wir lesen und nicht aufhören zu lesen, tauchen wir ein in die Weltsicht eines anderen. So führt das Lesen uns über Grenzen. Grundlegend über die Grenze unserer eigenen Wahrnehmung.

……„Über Grenzen“ – bewusst weit gefasst ist das Thema des Meike-Schneider-Literaturpreises 2011. In den über 150 Einsendungen geht es um Grenzen von Räumen und Ländern. Und weiter um Grenzen des Handeln- oder Aushalten-Könnens. Es geht um Grenzen des Sinns und der Lebenslust, um Grenzen der Verantwortlichkeit, der Verantwortung und der Liebe. Für die Anthologie wurden Prosatexte und Gedichte ausgewählt, die Grenzerfahrungen zum Thema machen, die also nicht nur studentische Wirklichkeit heute reflektieren.

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