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Neue Dienerinnen und Diener der Gemeinschaft

Der Kirchenkreis Aachen hat sieben Lektorinnen und Lektoren zugerüstet, Gottesdienste in ihren Gemeinden feiern zu dürfen - Formelle Beauftragung am Nikolaustag in der Emmaus-Kirche

„Dieses große Bedürfnis und Lust, Gottesdienst zu feiern – das hat mich bei der Premiere des Lektorenkurses wirklich berührt und begeistert.“ Ganz erfüllt blickt Dr. Britta Schwering auf die vergangenen Wochen zurück. Sie ist die Beauftragte für die Arbeit mit Prädikanten und Lektoren des Kirchenkreises Aachen und hat zusammen mit Pfarrerin Dr. Monica Schreiber von der Emmaus-Kirche und Pfarrer Joachim Leberecht aus der Lydia-Gemeinde Herzogenrath den ersten Lektorenkurs des Kirchenkreises geleitet.

Sieben Männer und Frauen, die Interesse bekundet haben, Gottesdienste in ihren Gemeinden leiten zu wollen, waren von ihren Presbyterien entsandt worden, in einem achtwöchigen Kurs die einzelnen Gottesdienstelemente wie Gebete, Lesungen und vor allem Predigten genauer unter die Lupe zu nehmen. Dabei konnten sie auszuprobieren, wie der eigene Glaube und die eigene Vorstellung von Frömmigkeit in einen Gottesdienst passen. „Wir sind in dieser Zeit richtig zu einer spirituellen Gemeinschaft geworden und haben ganz besondere Erfahrungen mit uns und unserm Glauben gemacht“, resümiert Schwering, die selbst Prädikantin ist. „Die Abende haben uns allen sehr viel Spaß gemacht.“

Nächster Kurs 2024 schon geplant

Konsequenterweise ist der nächste Kurs im zweiten Halbjahr 2024 schon fest eingeplant, mit konstruktivem Feedback und Erkenntnissen aus der ersten Runde sind sich die Leitenden sicher, die Inhalte noch besser auf die Bedürfnisse anpassen zu können. Und schon stehen auch die ersten Interessierten auf der Liste. Weitere Personen – auch aus anderen Gemeinden des Kirchenkreises – sind herzlich willkommen, sich bei einem der drei oben Genannten zu melden und zu informieren.

Erfüllen das wichtige Bedürfnis nach Gemeinschaft

Doch am Abend des Nikolaustages 2023 standen erst einmal die sieben Personen im Mittelpunkt, die den ersten Kurs erfolgreich absolviert haben: Ulrike Distelrath, Norbert Janz, Dagmar Kuckelberg, Heiko Kleinfeld, Marita Leschinski, Ulrike Wimmer und Thomas Ehrich-Kahl aus der Kirchengemeinde Aachen. Sie wurden im Rahmen eines Gottesdienstes durch Kirchenkreisassessor und Pfarrer Martin Obrikat förmlich beauftragt, in ihren Gemeindebereichen zukünftig (Lese-)Gottesdienste halten zu dürfen. Dazu entnehmen sie die Predigt entweder einer approbierten Predigthilfe wie sie manche Landeskirchen anbieten oder sprechen einen eigenen Text zuvor mit dem Pfarrer oder Pfarrerin ab. Sakramente wie die Taufe oder das Abendmahl dürfen die Lektorinnen und Lektoren nicht spenden, aber sie erfüllen durch ihre Befähigung, einen Gottesdienst feiern zu dürfen, das wichtige Bedürfnis nach Gemeinschaft.

Der Heilige Nikolaus als Vorbild

Darin, so machte Pfarrer Martin Obrikat in seiner Predigt deutlich, folgen sie in gewisser Weise dem Heiligen Nikolaus, dessen historische Person des Bischofs von Myra als wahrscheinlicher Teilnehmer des ersten ökumenischen Konzils von Nicaea im Jahr 325 mit darum gerungen hat, wie kirchliche Gemeinschaft aussehen soll. Auch mit den verschiedenen Sagen und Legenden, die sich um seine Barmherzigkeit und seinen Dienst am Mitmenschen ranken, kann Nikolaus Vorbild für die Lektorinnen und Lektoren sein. Denn auch sie stellen sich in den Dienst der Menschen, sie dienen der Gemeinde, indem sie Gottesdienste ermöglichen. So schlug Pfarrer Obrikat eine Brücke vom Nikolaustag zur Beauftragung der Lektoren, vom vierten Jahrhundert in die Gegenwart.

Pfarrerin Schreiber ist neue zweite Skriba

Zum Ende des Gottesdienstes, dessen zahlreiche Lieder von Kreiskantor Elmar Sauer abwechslungsreich an der Orgel begleitet wurden, nahm Pfarrer Martin Obrikat Pfarrerin Dr. Monica Schreiber in den Kreissynodalvorstand als zweite stellvertretende Skriba auf. Pfarrerin Schreiber war auf der Kreissynode im November in dieses Amt im Leitungsgremium des Kirchenkreises gewählt worden.

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