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Neue evangelische Kirche wird „Genezareth-Kirche“ heißen

Name steht für doppelte Ausrichtung nach innen und nach außen – Kirchengemeinde Aachen hofft auf Baubeginn noch in diesem Herbst

Bisher sprach man, wenn es um das Bauvorhaben der Evangelischen Kirchengemeinde Aachen für eine neue Kirche ging, meist vom „Kirchenneubau West“ oder dem „geplanten Neubau an der Vaalser Straße“. Jetzt hat der Gemeindebereich Aachen-West festgelegt, dass der Name der neuen Kirche „Genezareth-Kirche“ lauten soll.

Beteiligung der Gemeindeglieder in Zukunftswerkstätten

Um einen passenden Namen zu finden, waren die Gemeindeglieder schon frühzeitig  aufgerufen worden, ihre Ideen und Vorschläge einzubringen. Um die Entscheidung transparent zu machen und eine größtmögliche Zahl von Menschen an einem Konsens zu beteiligen, gab es zwei aufeinander aufbauende Zukunftswerkstätten. Der nun beschlossene Name soll die doppelte Ausrichtung der neuen Kirche nach innen und nach außen verdeutlichen: „Die Gemeindeglieder wünschen sich einen spirituellen Ort, an dem sie ihren eigenen Glauben stärken können, um von da aus mit ihrem Engagement auch in die Gesellschaft hinein zu wirken“, sagt Pfarrerin Bettina Donath-Kreß, die Vorsitzende des Bereichspresbyteriums Aachen-West. „Der Name ‚Genezareth-Kirche‘ drückt dieses Profil der gemeinsamen Arbeit im neuen Haus aus.“

Zentraler Ort des Wirkens Jesu

Das Wort „Genezareth“  stammt aus dem Neuen Testament und leitet sich von dem gleichnamigen See ab, der ein zentraler Ort des Wirkens Jesu  war. Am Ufer dieses Sees wurden die ersten Jünger berufen (Mk 1, 16ff.). Hier begegnete er ihnen auch ein letztes Mal nach seiner Auferstehung  (Joh 21). Jesus kehrte immer wieder gerne an den See zurück, betete (Mt 14, 23)  und lehrte  (Mt 13,1), erzählte in Gleichnissen vom Reich Gottes, heilte viele Kranke (Mk 6) und stillte ihren Hunger  (Mt 15). Er bot dem sinkenden Petrus auf dem See Genezareth seine Hand (Mt 14)  und rettete die Jünger im Sturm (Mt 8).

Stärkung des eigenen Glaubens und Engagement für andere

Pfarrerin Bettina Donath-Kreß: „Der Name Genezareth-Kirche spiegelt wider, was uns als Kirchengemeinde nach Innen und Außen hin wichtig ist: Die Stärkung des eigenen Glaubens durch Lehre, Gemeinschaft, Gebet und Abendmahl, Halt und Trost in stürmischen Zeiten einerseits  und das Engagement nach Außen in diakonischem und gesellschaftspolitischem Engagement andererseits. Mit Gottes Segen möchten wir mit unseren Gemeindegliedern  diesen Aufbruch in neuen Räumlichkeiten wagen und gestalten, Gemeindeleben neu aufbauen, stärken und bewahren.“

Im Planungsrecht erheblichen Schritt vorangekommen

In der neuen Kirche werden die Gemeindeglieder aus den bisherigen Gemeindezentren „Arche“ an der Schurzelter Straße und „Dietrich-Bonhoeffer-Haus“ am Kronenberg ihre neue Heimat finden. Die beiden bisherigen Häuser werden verkauft. Zum möglichen Baubeginn erläutert Baukirchmeister Karsten Fricke: „Seit dem Frühjahr sind wir im Planungsrecht einen erheblichen Schritt weitergekommen. Wenn alle Genehmigungen so erfolgen wie in Aussicht gestellt, hoffen wir, noch im Herbst mit dem Bau beginnen zu können.“

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