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Präses Latzel pflanzt "Baum der Hoffnung" mit Gartengemeinschaft an der Versöhnungskirche

Aachen-Eilendorf war siebte Station von "7 Trees - 7 Weisen neu zu leben" - Präses lobt Projektidee des Johannesgartens von ökologischem, interkulturellem Gärtnern im Stadtteil

Mit einer Baum-Pflanzaktion will Thorsten Latzel, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, ein Zeichen setzen: Sieben Apfelbäume an sieben Orten sollen für die Schönheit und den Reichtum der Schöpfung stehen, die es zu erhalten gilt. Zum Abschluss der Aktion war Präses Latzel am Freitag im "Johannesgarten" an der evangelischen Versöhnungskirche in Aachen-Eilendorf zu Gast. Mit der Gartengemeinschaft pflanzte er dort einen Apfelbaum und informierte sich über das Projekt.

Garten macht Begegnung mit der Natur und miteinander möglich

"Seven Trees ist eine Aktion, wo wir gerne Projekte auszeichnen möchten, in denen Menschen sich besonders für die Bewahrung von Gottes Schöpfung einsetzen", sagte der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR). "Es ist wirklich beeindruckend, wenn man hier ist, diesen Garten zu sehen, der die Begegung mit der Natur, aber auch miteinander möglich macht." Das Besondere an diesem Garten sei, so Latzel, dass zwar die evangelische Kirche das Grundstück und die Ressourcen stelle, dass der Garten aber ökumenisch und interkulturell angelegt sei und damit alle Menschen im Sozialraum anspreche.

Apfelbaum steht für Hoffnung auf eine gute Zukunft

An allen sieben Orten, die er besuchte, hatte der Präses einen Apfelbaum mitgebracht. Denn, so sagte er, sei es zwar nicht belegt, dass Luther den bekannten Spruch "Auch wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen" wirklich gesagt habe, aber er mache deutlich, worum es im christlichen Glauben geht. "Der Baum drückt unsere Hoffnung aus auf eine gute Zukunft und soll andere dazu ermutigen, auch etwas für die Zukunft zu tun", sagte Latzel. "Damit die Menschheit gut auf diesem Planeten weiterleben kann, braucht es einen fundamentalen Wandel. Damit der gelingt, kommt es auf die Menschen an und auf unser Handeln, so wie das Handeln in den sieben Projekten, bei denen ich jetzt zu Gast sein durfte."

Gartengemeinschaft besteht seit dem Frühjahr 2021

Der Johannesgarten an der Versöhnungskirche wurde im März 2021 angelegt und seitdem eifrig gepflegt und erweitert. Ungefähr zehn Engagierte sind derzeit im Projekt tätig - Männer und Frauen, evangelisch, katholisch, muslimisch oder ohne religiösen Bezug. Manche sind "Ur-Eilendorfer" aus dem Stadtteil, andere Zugezogen. Gemeinsam ist allen die Freude an der Natur, Interesse an der nachhaltigen Entwicklung, Experimente mit verschiedenen Pflanzen und ihren Gemeinschaften und Wechselwirkungen und die Offenheit für das gemeinsame Projekt. Inzwischen betreut ein iranischer Imker hier auch drei Bienenvölker. Zusätzlich ist ein Blühfeld angelegt worden.

Reiche Ernte im zweiten Gartenjahr

"Wir haben hier zum Beispiel Salat und Pastinaken, Porree, Mangold, Rosenkohl und Grünkohl, Stangenbohnen, Radieschen, Rhabarber, Tomaten, aber auch viele Beeren, wie Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren", erklärt Presbyterin Barbara Kirchbrücher. Als eine der Mitbegründerinnen des Projekts ist sie von Anfang an dabei und kümmert sich besonders intensiv um den Garten. Nach dem ersten Erntejahr habe die Gemeinschaft das Beet mit Pferdemist und Kompost gedüngt und könne sich in diesem Jahr über einen noch besseren Ertrag freuen, sagt sie. Gärtnerin Else Kammer erläuterte Präses Latzel ebenfalls einige Gartentipps, welche die Gemeinschaft schon umgesetzt hat, darunter die Nutzung von "Mulchwürsten" aus Pastinakenstielen oder das Setzen von Ringelblumen zwischen dem Gemüse, um Nematoden abzuhalten.

Altar zum Erntedank mit eigenen Erzeugnissen geschmückt

Über den Erfolg des Garten-Projekts und die Beteiligung des Johannesgartens an der Aktion "7Trees" freut sich auch Pfarrer Hans Christian Johnsen von der Versöhnungskirche: "Ich bin froh und glücklich über den Besuch des Präses. Das ist eine große Ehre für uns und eine Unterstützung für die Gartengemeinschaft, die uns stärkt und motiviert."  Welcher Gewinn der Garten auch ganz konkret für Versöhnungskirche ist, habe man am Sonntag zum Erntedank-Gottesdienst wieder schön sehen können, sagte Johnsen. "Da konnten wir mit der Ernte aus unserem eigenen Garten ganz wunderbar den Altar schmücken."

(Text: C. Braun / Kirchenkreis Aachen)

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