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"Pro Arbeit" sammelt Spenden für Langzeiterwerbslose

Durch die Situation um Corona fehlt fast 500 Menschen rund ein Drittel ihres normalen Einkommens

Die Corona-Pandemie trifft viele Menschen hart. Dazu gehören besonders auch langzeiterwerbslose Menschen. Mit dem Lockdown wurden auch die Qualifizierungsprojekte für diese Menschen in der Städteregion geschlossen. Von einem Tag auf den anderen fielen damit Tagesstruktur, der Kontakt zu anderen in ähnlicher Situation sowie vor allem auch eine sinnstiftende Beschäftigung und das Gefühl wieder gebraucht zu werden, weg. Hinzu kamen finanzielle Einbußen. Wer in einer von der Arbeitsagentur geförderten gemeinnützigen Arbeitsgelegenheit tätig ist, erhält dafür eine Mehraufwandsentschädigung von 1,40 Euro pro Stunde zusätzlich zum Arbeitslosengeld II. Über mehrere Wochen hinweg bedeutete dies ein Minus von mehreren hundert Euro. Zusätzlich bitter für Menschen, die kaum etwas für „schlechte Zeiten“ zurücklegen können.

Gut 10.000 Euro sind zusammengekommen

Eine Situation, in der der Verein „Pro Arbeit“ sie nicht im Stich lassen wollte. Mitglieder des Dachverbands sind die kirchlich getragenen Arbeitsloseninitiativen mit ihren Projekten zur Qualifizierung und Beschäftigung, darunter unter anderem WABe und VIA Integration, sowie der evangelische Kirchenkreis Aachen und die katholische Kirche in der Region Aachen. „Fast 500 Menschen fehlen rund ein Drittel ihres normalen Einkommens. Dazu kommt, dass sie höhere Ausgaben haben. Zum Beispiel essen die Kinder nicht mehr in der Schule“, schildert Alois Poquett, Vorsitzender von "Pro Arbeit" sowie der WABe und VIA die Situation. Sie hätten versucht das für die Menschen finanziell etwas abzufedern, doch dem Jobcenter seien da rechtlich die Hände gebunden. Angestoßen von der Aachenerin Elisabeth Paul, setze "Pro Arbeit" stattdessen auf bürgerschaftliches Engagement und sammelte Spenden.
Gut 10.000 Euro sind so zusammengekommen, die der Dachverband nun an die einzelnen Träger weitergeben konnte, die das Geld wiederum an die Betroffenen in ihren Projekten weiterleiten. Neben der finanziellen Hilfe kommt es den Verantwortlichen dabei auch auf „Empathie und Wertschätzung“ an, die mit den Spenden verbunden sind. Etwas, das auch die beiden Kirchen im Sinne eines christlich-solidarischen Miteinanders voll und ganz unterstützen und mittragen, wie Renate Weidner vom evangelischen Kirchenkreis bei der Übergabe der Spende an den Förderverein Arbeit, Umwelt und Kultur im Herzogenrather Gebrauchtwarenkaufhaus „Patchwork“ unterstrich.

Wer die Initiative noch unterstützen möchte, findet alle Informationen dazu unter: www.pro-arbeit-aachen.de

(Text: Andrea Thomas)

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