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Professionelle Seelsorge für Menschen in Notfällen gesichert

Außerordentliche Kreissynode beschließt einstimmig einen hauptamtlichen Pfarrstellenanteil für die Notfallseelsorge in der Städteregion Aachen - „Wichtige Arbeit verantwortlich weiterführen und mit dem katholischen Partner weiterentwickeln"

Die Notfallseelsorge in der Städteregion Aachen soll auf evangelischer Seite auch weiterhin professionell geleitet und koordiniert werden. Hatte bisher Pfarrer Frank Ertel  dieses Amt als Synodalbeauftragung ehrenamtlich wahrgenommen, so werden zukünftig 25 Prozent einer Pfarrstelle dafür zur Verfügung gestellt. Das haben die mehr als 100 Abgeordneten der Kirchengemeinden des Evangelischen Kirchenkreises Aachen heute bei einer außerordentlichen Kreissynode einstimmig beschlossen. Der Kreissynodalvorstand hat nun die Aufgabe, diesen 25-prozentigen Pfarrstellenanteil bei zukünftigen Pfarrstellenbesetzungen einzubringen.

Mehr als 2000 Einsätze in 12 Jahren im Kirchenkreis

Die Notfallseelsorge in der Städteregion Aachen wird vom Evangelischen Kirchenkreis Aachen und dem Bistum Aachen gemeinsam getragen. Für Betroffene, Angehörige, Augenzeugen und Einsatzkräfte macht sie ein Angebot der seelischen Ersten Hilfe. Ihre Mitarbeiter werden über die Leitstelle der Städteregion alarmiert. Zum Team der Notfallseelsorge gehören derzeit 32 Seelsorgerinnen und Seelsorger, die in Bereitschaft sind, um im Notfall die Betroffenen zu unterstützen und ihnen zu helfen, mit den traumatischen Erlebnissen umzugehen. Im Schnitt wird die Notfallseelsorge im Jahr zu 200 Einsätzen gerufen, in den vergangenen Monaten unter anderem zu den tragischen Bränden im Preuswald und in Verlautenheide und zu den schweren Verkehrsunfällen auf der Trierer und der Vaalser Straße.

Pfarrer Frank Ertel garantierte seit 1997 die engagierte und fachkundige Koordination der Notfallseelsorge

„Ich bin sehr froh, dass die Synodalen dem Antrag des Kreissynodalvorstandes und der Empfehlung der Landessynode 2012 gefolgt sind und dafür gestimmt haben, die Zukunft der Notfallseelsorge durch die Schaffung eines 25-prozentigen Pfarrstellenanteils sicherzustellen“, sagte Pfarrer Hans-Peter Bruckhoff, der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Aachen. „Bisher wurde die Notfallseelsorge engagiert und fachkundig von Pfarrer Frank Ertel koordiniert, der die kreiskirchliche Pfarrstelle für die Telefonseelsorge inne hat. Ihm ist es wesentlich zu verdanken, dass die Notfallseelsorge so anerkannt ausgebaut und weiterentwickelt werden konnte. Da er zur kommenden Herbstsynode die Synodalbeauftragung für die Notfallseelsorge abgibt, gab es Handlungsbedarf. Mit dem neuen Pfarrstellenanteil können wir diese wichtige Arbeit  verantwortlich weiterführen und mit dem katholischen Partner weiterentwickeln.“

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