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Rheinischer Präses erinnert an Hanau: Aus Worten wird Gewalt

Düsseldorf (epd)

Zum ersten Jahrestag des rassistisch motivierten Anschlags im hessischen Hanau hat der rheinische Präses Manfred Rekowski an die Opfer und deren Familien erinnert. "Das, was an diesem Tag geschah, hat sich in mein Gedächtnis eingebrannt", sagte Rekowski in einer in Düsseldorf veröffentlichten Videobotschaft. "Neun Menschen wurden aus dem Leben gerissen, über neun Familien wurde unendlich viel Leid gebracht."

Der leitende Geistliche der Evangelischen Kirche im Rheinland warnte vor den Gefahren rechtsextremistischer Ideologien. Die Ereignisse in Hanau zeigten: "Was mit Worten beginnt, setzt sich fort und wird am Ende zu einer Untat." Wenn Menschen unterschieden, sortiert und herabgesetzt würden, "dann ist der Weg nicht mehr weit bis hin zur Gewalt und schließlich in Hanau sogar zu den Morden an neun unschuldigen Menschen".

Für Christen sei jeder Mensch ein Ebenbild Gottes, unterstrich Rekowski. "Jeder Mensch ist unterschiedlich, aber jeder Mensch ist wertvoll." Deshalb müssten Christinnen und Christen rassistischen und rechtsextremistischen Äußerungen widersprechen. "Der 19. Februar erinnert uns daran: Was mit Worten beginnt, kann furchtbar enden. Und dem müssen wir widersprechen, da müssen wir widerstehen."

Heute vor einem Jahr, am 19. Februar 2020, hatte ein Mann in Hanau an mehreren Tatorten neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Anschließend tötete er seine Mutter und sich selbst.

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