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Verwandle du mein Leben, Gott! - Ökumenischer Gottesdienst zum Buß- und Bettag in Kornelimünster

Scherben in Gebete verwandeln - 250 katholische und evangelische Christen feierten gemeinsam

Früher war der Buß- und Bettag ein Feiertag, heute gerät er zunehmend in Vergessenheit. Geht es uns zu gut, um noch Buße zu tun und zu beten? Nein, meinten 250 Christen beider großer Konfessionen und kamen Mittwochabend nach Kornelimünster zum Gottesdienst.

Schon Wochen vorher traf sich der Ökumenekreis Walheim mit Pfarrerin Ute Meyer-Hoffmann, um sich über die Gestaltung des gemeinsamen Gottesdienstes Gedanken zu machen. Schnell stand das Thema fest: "Verwandle du mein Leben, Gott" mit Tonscherben als Symbol dessen, was Veränderung braucht. Eine solche Tonscherbe bekam jeder Gottesdienstbesucher zu Beginn überreicht.

Die Scherbe in der Hand erinnert an unsere Grenzen, an Zerbrochenes, an Verletzungen, an Kälte. Die Jamaika-Koalition liegt in Scherben, aber auch in unserem Leben gibt es Scherben, gibt es Scheitern.

In seiner Predigt erinnerte Propst Dr. Vienken daran, dass unser Gott ein handelnder Gott ist, der unsere Gebete hört und auch erhört, wenn auch nicht immer so, wie wir es erwarten. Er ermunterte, die Scherben in Gebet zu verwandeln, uns Gott zu öffnen und ihn um Veränderung zu bitten. "Es tut sich eine Menge, wenn wir Gott bitten", ermutigte er die Gemeinde.

Gelegenheit, hierauf zu antworten, gab es im Anschluss. Jeder konnte nach vorne gehen und seine Scherbe am Altar ablegen und bitten "Verwandle du mein Leben, Gott!".

Eingerahmt wurde der Gottesdienst von der Kantorei Kornelimünster und dem evangelischen Kirchenchor, die unter der Leitung von Klara Rücker die doppelchörige Motette "Singet dem Herrn ein neues Lied" von Johann Pachelbel, den Luther-Choral "Ein feste Burg ist unser Gott" im Satz von Heinrich Schütz und "Verleih uns Frieden gnädiglich" von Felix Mendelsohn Bartholdy zum Klingen brachten.

Im Anschluss gab es dann noch ein gemütliches Beisammensein in den Gemeinderäumen. Bis spät in den Abend hinein nutzten katholische und evangelische Christen die Chance der Begegnung. Ein gelungener Gottesdienst, so der allgemeine Tenor.

(Text und Bild: Bettina Karstens, Kgm. Kornelimünster-Zweifall)

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