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Viele Besucher bei Schwedischem Gottesdienst in Merkstein

Zwei Pfarrerinnen aus Schweden haben am Pfingstmontag in der Martin-Luther-Kirche einen Gottesdienst gestaltet - Predigt, Lesungen, Gebete und Gesang auf Schwedisch - Anschließendes Beisamensein mit zahlreichen Gästen

Gesang und Gebete auf Schwedisch sowie eine zweisprachige Predigt erlebten die Gottesdienstbesucher am Pfingstmontag in der Martin-Luther-Kirche in Merkstein. Zwei Pfarrerinnen aus Schweden leiteten den Gottesdienst, der passenderweise unter dem Thema "Sprachen" stand.

Idee zum Gottesdienst bei Mitsommerandacht in Düsseldorf

Die Pfarrerinnen Lena Brolin und Ann-Katrin Bosbach stammen ursprünglich aus Schweden. Seit einem Jahr leben und abeiten sie aber in der schwedischen Viktoriagemeinde in Berlin. Die beiden Pfarrerinnen hatten sich zuvor für die Auslandspfarrstellen beworben und werden nun insgesamt fünf Jahre in Deutschland verbringen. Ihren Weg nach Merkstein fanden Brolin und Bosbach im vorigen Jahr bei einer Mitsommerandacht in Düsseldorf. Dort traf Lena Brolin auf Marianne Helbig, seit 1996 Mitglied im Presbyterium der Kirchengemeinde Merkstein. Frau Helbig, die selbst aus Schweden stammt, lud die schwedische Pfarrerin spontan nach Merkstein ein: "Frau Brolin war sofort begeistert von der Idee, einen schwedischen Gottesdienst in Merkstein zu feiern, und auch unser Presbyterium nahm den Vorschlag sehr positiv auf."

Predigt, Lesungen, Gebete und Gesang auf schwedisch

Die skandinavischen Pfarrerinnen gestalteten ihren Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche ganz nach schwedischem Vorbild. Ihre Predigt hielten sie auf schwedisch, Marianne Helbig übersetzte die Passagen für die Gäste ins Deutsche. Thema der Predigt waren "Die Sprachen". Die Pfarrerinnen sprachen über die Bedeutung der Sprachen für das Verstehen untereinander, aber auch über die Verständigung über Sprachgrenzen hinaus. "Das Gefühl, verstanden und beheimatet zu sein", sei für jeden Menschen lebenswichtig. In Schweden ist es üblich, zwei Lesungen in einem Gottesdienst zu halten, und so zitierten die beiden Pfarrerinnen auf Schwedisch aus dem ersten Buch Mose und der Apostelgeschichte, zum Turmbau zu Babel und dem Pfingstwunder). Das Pfingstwunder beschreibt, wie die Jünger Jesu in ihnen fremden Sprachen plötzlich anfangen, zu Gott zu beten.
Auch die Gebete und der Gesang waren bei dem Gottesdienst nur in Schwedisch.  Ungewohnt für die deutschen Gottesdienstbesucher waren aber auch die weißen Talare mit bunten Stolen und die Tatsache, dass sich die schwedischen Pfarrerinnen bei den Gebeten dem Altar zuwandten.

Beisammensein unter blau-gelber Flagge

Im Anschluss an den Gottesdienst nahmen mehr als 60 Gäste die Einladung an, in den blau-gelb geschmückten Gemeindesaal zum Kaffee mit Kuchentafel zu kommen. Die beiden Pfarrerinnen wurden mit Aachener Printen und einem Merksteiner Gemeindekalender beschenkt und mit Dank verabschiedet. Sie äußerten sich überrascht über die große Anzahl Gottesdienstbesucher und betonten, wie viel Freude ihnen der Besuch in Merkstein gemacht habe. In ein bis zwei Jahren würden sie gerne wiederkommen.

Lena Brolin und Ann-Katrin Bosbach gehören der schwedischen "Staatskirche" an, die Auslandspfarrer in der ganzen Welt beschäftigt. In Deutschland ist die schwedische Kirche in zwei Bezirke aufgeteilt - Nord und Süd, mit Berlin und Frankfurt als Zentren. Der Kirchenkreis Aachen gehört zum Nordbezirk. Vor ihrem Aufenthalt in Deutschland verbrachten die schwedischen Pfarrerinnen bereits zwei Jahre in Brasilien.

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