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„Wir brauchen einander, um das Gute an Gottes Heilsplan herauszufinden“

Gut besuchter Einführungsgottesdienst von Pfarrer Wolfgang Willnauer-Rosseck in Alsdorf-Mariadorf

Man merkt Pfarrer Wolfgang Willnauer-Rosseck an, dass er schon über einige Lebenserfahrung verfügt, dass sein offizieller Dienstantritt auf der Pfarrstelle Hoengen der Christusgemeinde Alsdorf-Würselen-Hoengen-Broichweiden nicht die erste Amtseinführung ist. Entspannt und gelassen verfolgt er seinen Einführungsgottesdienst am Sonntag nachmittag in der gut gefüllten Kirche in Mariadorf. Während der kurzen Ansprache von Superintendent Hans-Peter Bruckhoff, während der Voten von zwölf Wegbegleiter*innen strahlt Willnauer-Rosseck aus, was er später in der Predigt von der Gemeinde fordert: Geduld und Durchhaltevermögen, heitere Gelassenheit und vor allem Vertrauen auf Gott, um das Richtige zu tun, damit es allen Menschen gut geht.

Wie erkennt man das Richtige?

Dabei könne das Richtige auch mal sein, dass man die Regeln bricht – so wie Jesus und seine Jünger am Sabbat Ähren pflückten, weil sie Hunger hatten, obwohl dies nach strenger Schriftauslegung Arbeit und damit am Sabbat verboten ist. Doch wie erkennt man das Richtige? Die Messlatte sei das Heil der Menschen, wie Gott es für sie vorgesehen hat, vor allem die Gemeinschaft. „Wir brauchen einander, um das Gute an Gottes Heilsplan herauszufinden“, appelliert Willnauer-Rosseck daran, nicht die Bedürfnisse des Individuums über alles andere zu stellen. „Wir klauen keine Äpfel, sondern kaufen sie, und zwar möglichst lokal, weil das hiesigen Bauern nützt, und möglichst ungespritzt, weil das den Bienen nützt.“

Messlatte ist das kollektive Wohlergehen

So spannt der 58-Jährige in seiner Predigt den Bogen von unerwarteten Tempolimits auf der A44 über Jugendschutzgesetze bis zu jüdischen Sabbatregeln und erläutert nebenbei, dass die hebräische Grußformel „Schalom“ nicht nur Frieden, sondern viel umfassender „kollektives Wohlergehen“ bedeute.

Und erfüllt damit direkt den kurz zuvor geäußerten Wunsch von Superintendent Bruckhoff, Pfarrer müssten Gott nicht in die Welt bringen (das habe er schon selbst getan), sondern müssen ihn für die Menschen deuten und näher bringen. Mit Bezug auf die Fürbitte von Paulus für die Gemeinde in Ephesus (Epheserbrief 3, 14f.,) ergänzt Bruckhoff: „Doch das kann nur gelingen, wenn Du selbst die nötige Kraft dazu hast, Du musst selbst frei und erlöst sein, bevor Du dies an andere weitergeben kannst.“

Festlicher musikalischer Rahmen

In den anschließenden Voten von Kolleg*innen, auch aus den Nachbargemeinden Lydia-Gemeinde und Baesweiler-Setterich-Siersdorf, von Christusgemeinde-Presbyterin und Abgesandter der Kreissynode werden Wünsche von innerer Stärke, Gottesnähe und Offenheit für Neues mit Bibelstellen aus altem und neuem Testament gefestigt. Den festlichen musikalischen Rahmen bilden in harmonischer Ergänzung der Posaunenchor Hoengen-Broichweiden in kleiner Besetzung unter der Leitung von Dr. Harmut Engelbrecht und Olga Losen an der Orgel.

Im Anschluss an den Gottesdienst folgen noch viele Gemeindemitglieder der Einladung zum Empfang für Pfarrer Willnauer-Rosseck, bei dem noch etliche Willkommens- und Grußworte gesprochen werden.

Text: Juliane Siekmann

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