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Fortbildungsfestival für Ehrenamtler war ein voller Erfolg

Organisatorin Gunhild Großmann zieht sehr positives Fazit - Fast alle Kurse waren ausgebucht - Entspannte Atmosphäre "wie auf dem Kirchentag" - Hunger nach Fortbildung größer als gedacht

Erstmalig hatte die Evangelische Initiative "Engagiert älter werden" in Aachen Ende November ein einwöchiges Fortbildungsfestival für alle Ehrenamtler und freiwillig Engagierten gefeiert. In 27 Seminaren konnten die Teilnehmenden sich kostenlos zu ganz unterschiedlichen Themen fortbilden, gleichzeitig viele andere Engagierte kennenlernen und die zusätzlichen Entspannungs- und Verwöhnangebote genießen. Mit der Organisatorin des innovativen Festivals, Gunhild Großmann, sprachen wir über ihre Eindrücke und ihr Resümee der Fortbildungswoche:

Sind Sie mit dem Verlauf des Festivals und den Teilnahmezahlen zufrieden?

Gunhild Großmann: Ja, wir sind sehr zufrieden! Das Fortbildungsfestival ist insgesamt sehr gut gelaufen. An den beiden Samstagen lag die Besucherzahl zwischen 50 und 70 Menschen. Im Laufe der Woche waren etwa 550 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei. Es waren auch jüngere und berufstätige Ehrenamtliche dabei, einige wenige hatten von ihren Arbeitgebern Bildungsurlaub dafür bekommen. Einen Altersdurchschnitt haben wir noch nicht ausgerechnet, die meisten Teilnehmenden waren schätzungsweise zwischen 50 und 75 Jahre alt.

Gab es eine Veranstaltung, die besonders großen Zulauf hatte oder die besonders bemerkenswerte Ergebnisse gebracht hat?

Gunhild Großmann: Ja, der Kurs „Für die eigene Seele sorgen“ war der Renner mit 50 Anmeldungen. Pfarrerin Dorothee Peglau hat den Kurs dann zweimal durchgeführt, damit insgesamt 40 Personen daran teilnehmen konnten, den verbleibenden 10 mussten wir leider absagen. Die Teilnehmer/-innen kamen ganz erfüllt aus den beiden Kursen. Wenn sie auch die Zeit als zu knapp erlebten, gab es so manchen, der/die zurückmeldete, wie gut ihm/ihr dieser Kurs getan hätte und sie Erkenntnisse für ihr Leben mitnehmen konnten.

Sehr gefragt waren ebenfalls „Lebendig vortragen und erzählen“, „(non-) verbale Kommunikation“, „Konflikte und schwierige Gruppensituationen“ und das „Stressseminar“, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch bei anderen Kursen konnten wir leider nicht allen zusagen. Es gab lediglich drei der 27 Fortbildungen, die nicht bis auf den letzten Platz ausgebucht waren, und über die Hälfte der Fortbildungen hatte Wartelisten.

Als konkretes nachhaltiges Ergebnis wird es im Februar und März 2013 eine ausführliche Gruppenleiterschulung geben, zu der sich schon 23 Interessenten gemeldet haben. Das Bedürfnis nach einer Wiederholung wurde sehr stark auf den Rückmeldebögen genannt.

Wie war die Stimmung auf dem Festival? Gab es die entspannte Fest-Atmosphäre, die Sie angestrebt haben?

Gunhild Großmann: Die Verwöhnangebote wurden mit sehr viel Genuss angenommen und haben mit zu der guten und offenen Stimmung beigetragen. Die gute Stimmung hat meine Erwartungen übertroffen - "entspannte Fest-Atmosphäre" ist ein gutes Wort dafür!

Die Stimmung war sehr offen und angenehm. Eine Besucherin sagte: „Es ist ein bisschen wie auf dem Kirchentag“ und meinte damit das Aufeinander-Zugehen von Menschen, die sich zum großen Teil nicht oder nur wenig kannten, das Mitmachen und Mitdenken in den verschiedenen Fortbildungen, das gemeinsame Lachen zwischendurch, die von innerer Nähe geprägten Begegnungen, eine sehr positiv dichte Woche.

Werden Sie ein solches Festival in Zukunft noch einmal veranstalten? 

Gunhild Großmann: Wir werden so ein Festival sicher wiederholen, die Rückmeldungen und Wünsche danach waren sehr groß. Auch gewünschte Themen wurden schon genannt, da ja manches parallel lief und viele gerne noch mehr Fortbildungen besucht hätten.  In zwei oder drei Jahren wird das aber erst sein, da die Organisation eines solchen Festivals doch recht zeitintensiv ist. Wir werden dabei überlegen müssen, manche Themen zweimal anzubieten, bei denen die Anmeldezahlen sehr hoch waren.

Was haben Sie für sich und Ihre Arbeit aus dem Projekt gelernt ?

Gunhild Großmann: Der „Hunger“ nach Fortbildung ist größer als ich dachte, das ist für mich eine wichtige Erkenntnis. Bei den Teilnehmer/innen der Fortbildungen, die ich selber mit geleitet habe, war das sehr zu spüren und auch in den Pausengesprächen. Außerdem spielen Wertschätzung und angenehme Rahmenbedingungen eine sehr große Rolle.

Wir haben in diesem Fortbildungsfestival der Ehrenamts-Weiterbildung einen völlig neuen Rahmen gegeben, ohne zu wissen, ob dieser Rahmen funktioniert – es hat sich gelohnt, sich auf dieses Experiment einzulassen, es hat viele begeistert und fürs Ehrenamt neu motiviert.

Die Unterstützung durch viele Kooperationspartner ist sehr wertvoll gewesen, ein gutes Gerüst, um Vernetzung und Austausch im Ehrenamt zu stärken. Das Wohlbefinden im Ehrenamt muss immer wieder Thema sein, das war an den Rückmeldungen zu sehen.

Der demographische Wandel bringt in den kommenden Jahren bestimmt noch so einige Herausforderungen mit sich. Eine Antwort, die Menschen dafür stark zu machen, sich mehr auf ein Miteinander – ein Geben und Nehmen – einzulassen,  haben wir in diesem Fortbildungsfestival gefunden. Ich bin gespannt, was sich daraus noch alles entwickeln wird.

<link internal-link internal link in current>Informationen zum Start des Fortbildungsfestivals am 26. November 2012

<link internal-link internal link in current>Link zur Evangelischen Initiative "Engagiert älter werden"

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