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"Niemand soll ertrinken müssen"

Präses Rekowski fordert dazu auf, eine Petition für eine solidarische Flüchtlingspolitik zu unterzeichnen - Besuch bei Seenotrettern auf Malta und Gedenken an verstorbene Flüchtlinge - Appell an den Aachener Oberbürgermeister

Die in Malta festgesetzten Rettungsschiffe privater Hilforganisationen müssen wieder zu Rettungsfahrten auslaufen und das Flugzeug "Moonbird" zu Aufklärungsflügen starten können. Das fordert der Vorsitzende der Kammer für Migration und Integration der EKD, Präses Manfred Rekowski. Zugleich hat er die europäischen Staaten zu einer vernünftigen und gemeinsam verantworteten Flüchtlingspolitik aufgerufen. Drei Tage hatte Rekowski sich im Juli vor Ort ein Bild gemacht, mit Seenotretterinnen und -rettern gesprochen und der im Mittelmeer verstorbenen Flüchtlinge gedacht.

Präses Rekowski unterschrieb als einer der Ersten

„Menschen in Seenot wissentlich und mit Kalkül die Rettung zu verweigern, ist nicht nur zynisch, sondern verhöhnt alle humanitären Errungenschaften“, sagte Rekowski nach seiner Reise.

Er ruft dazu auf, sich der Petition "Für eine christliche, menschenrechtliche und solidarische Flüchtlingspolitik in Europa!" anzuschließen. Er selbst hat diese Petition ebenfalls unterschrieben: "Wir treten weiter konsequent für Menschenwürde und Menschenrechte ein, selbst wenn eine Mehrheit dafür keinen Beifall spenden sollte", sagte er. Fast 100.000 Menschen haben die Petition inzwischen unterschrieben. (Stand 1.8., 17 Uhr)

<link https: www.change.org p external-link-new-window external link in new>Die Petition und die Möglichkeit zur Unterschrift finden Sie hier

EKD-unterstütztes Flugzeug hat Startverbot

Präses Rekowski hat sich auf Malta über die aktuelle Lage der zivilen Seenotrettung informiert und mit Crew-Mitgliedern der an die Kette gelegten "Sea-Watch 3" gesprochen. Bei einem Flug hat er auch Einblick in die Aufklärungsarbeit der "Moonbird" bekommen, die den maltesischen Luftraum seit einiger Zeit nicht mehr verlassen darf. Die kleine, von der EKD finanziell unterstützte Maschine der Organisation Sea-Watch ist bis zum Startverbot an der Rettung von 20.000 Menschen beteiligt gewesen. Außerdem hat Präses Manfred Rekowski auf dem Friedhof Santa Maria Addolorata und im Hafen von Valletta der im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge gedacht.

<link https: www.ekir.de www service malta30426.php external-link-new-window external link in new>Mehr zur Reise von Präses Manfred Rekowski nach Malta

Aufforderung an die Stadt Aachen, sich dem Appell von Düsseldorf, Köln und Bonn an die Bundesregerierung anzuschließen

In einem gemeinsamen Schreiben an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel boten die Städte Düsseldorf, Köln und Bonn der Bundesregierung Ende Juli an, in Not geratene Flüchtlinge aufnehmen zu wollen. Dabei setzen sich die Oberbürgermeisterin und die beiden Oberbürgermeister der Städte auch dafür ein, die Seenotrettung im Mittelmeer aus humanitären Gründen wieder zu ermöglichen. "Wir wollen ein Signal für Humanität, für das Recht auf Asyl und für die Integration Geflüchteter setzen", so die drei Stadtoberhäupter Henriette Reker (Köln), Thomas Geisel (Düsseldorf) und Ashok Sridharan (Bonn).  

Nun gibt es auf der Internet-Plattform "WeAct" einen Appell an den Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp, Aachen möge sich dem Schreiben der drei Städte anschließen. "Wir wollen nicht schweigend zusehen, wie tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken und Europa sich weiter abschottet", heißt es in dem Aufruf. Auch diesen Appell können Interessierte online unterschreiben, unter: <link https: weact.campact.de petitions anschluss-aachens-an-den-gemeinsamen-appell-der-fluchtlingshilfe-von-koln-bonn-dusseldorf>

weact.campact.de/petitions/anschluss-aachens-an-den-gemeinsamen-appell-der-fluchtlingshilfe-von-koln-bonn-dusseldorf

 
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