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"Picknick" gegen rechtspopulistische Kundgebung in Eilendorf

Gegenveranstaltungen zur "Pro NRW"-Kundgebung vor geplanter Flüchtlingsunterkunft in der Hansmannstraße am Freitag und Samstag, 15. und 16. März - Neu gegründetes "Eilendorfer Bündnis für Integration" ruft zu Respekt, Offenheit und Freundlichkeit auf

Das neu gegründete "Eilendorfer Bündnis für Integration", zu dem sich ein breites Spektrum von Eilendorfer Bürgern seit kurzem zusammengeschlossen hat, wird zwei Gegenaktionen zur angekündigten Kundgebung der rechtspopulistischen "Pro NRW"-Partei veranstalten. Die Partei plant für Samstag, den 16. März, ab 14 Uhr, eine Kundgebung vor einem Haus in der Eilendorfer Hansmannstraße, in dem bald Wohnungen für Flüchtlinge zur Verfügung stehen sollen.

"Hausputz" und Bürgerfest als Alternativveranstaltungen

Um gegen die rechten Stimmen vorzugehen, gründeten Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche, Parteien, Vereine und Bürger aus Eilendorf nun das "Eilendorfer Bündnis für Integration". Das Bündnis will sich langfristig für ein Miteinander von Bürgern und Flüchtlingen in Eilendorf einsetzen. Es stellte sich am Dienstag auch in der Bezirksvertretung Eilendorf vor, wo es ein sehr konstruktives Gespräch über die Pläne der Gruppe gab. Der Aachener Oberbürgermeister Marcel Phillip hat dem Bündnis als Schirmherr der Aktionen seine Unterstützung zugesagt. Als Alternativveranstaltungen zur "Pro NRW"-Kundgebung plant die Eilendorfer Initiative zwei Aktionen:

Am Freitag, den 15. März, von 16 bis 18 Uhr,  treffen sich Engagierte zum "Hausputz" in dem Gebäude in der Hansmannstraße. Unter dem Motto "Unser Ort soll schöner werden" werden zum Beispiel Zeitungen aus dem Hauseingang geräumt oder Fenster geputzt und dekoriert. Gleichzeitig können sich Anwohner aus den umliegenden Häusern über die Pläne für das Haus in der Hansmannstraße informieren.


Während der rechtspopulistischen Demo am Samstag, 16. März, plant das "Eilendorfer Bündnis für Integration" von 13.30 Uhr an ein Bürgerfest in Form eines Picknicks. Man habe mit diesem Vorgehen bereits bei der Demo von "Pro NRW" gegen die neu errichtete Yunus-Emre-Moschee in der Stolberger Straße gute Erfahrungen gemacht, erklärte der Eilendorfer Pfarrer Hans Christian Johnsen. Denn ein Bürgerfest sei nicht konfrontativ und es bestehe keine Gefahr, dass es zu einer Eskalation komme.
Das Bürgerfest wird auf dem Spielplatz Severinstraße / Betzelterstraße stattfinden.

Erklärung der Kirchenvertreter in Eilendorf mahnt zu Respekt, Offenheit und Freundlichkeit

Im Aufruf des Eilendorfer Bündnisses heißt es, man werde den Flüchtlingen, die demnächst das Haus in der Hansmannstraße bewohnen sollen, mit Respekt, Offenheit und Freundlichkeit begegnen, und lade alle Bürgerinnen und Bürger Eilendorfs ein, im gleichen Sinne zu handeln. Erstunterzeichner des Aufrufs sind unter anderem der katholische Pfarrer Gregor Huben von der Pfarre St. Severin und Pfarrer Hans Christian Johnsen von der evangelischen Kirchengemeinde Aachen.

  • <link file:601 download file>Aufruf des "Eilendorfer Bündnisses für Integration" zur Teilnahme an den Veranstaltungen
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